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Andreas Gerstel (Opel Gerstel), Susanne Knöller („Menschen in Not“), Kerstin Hasel, Bärbel Müller und Peter Benkner (alle pro familia) sowie Unterstützerin Carolin Hanselmann und Simone Andres von pro familia (von links) mit dem Neunsitzer, der jetzt für die Fahrten der Familienhilfe bereitsteht (von links).  Foto: Meyer 

pro familia Pforzheim nimmt Kleinbus für Familienhilfe in Empfang

Pforzheim. „Am heutigen Tag freuen wir uns riesig“, sagt Peter Benker, Vorsitzender von pro familia Pforzheim. Wir, damit meint er die zahlreichen Kinder aus Pforzheim, die bei pro familia Angebote wie die AG Tierhof nutzen oder von Helfern in Kliniken gefahren werden und das gesamte Team von pro familia, das nun mobiler ist. Neun Personen bietet der Kleinbus Platz.

„Nach langen Monaten der Verzögerung nehmen wir das Fahrzeug nun in Empfang“, so Benkner. Wegen der Chipkrise in der Automobilbranche sei die Verzögerung bei der Auslieferung entstanden, erklärt Andreas Gerstel vom gleichnamigen Autohaus. Die Anschubfinanzierung habe im Herbst 2020 das Versicherungsbüro Hanselmann getätigt. Dann folgten viele Einzelspenden wie die Unterstützung vom Autohaus Gerstel, vielen Studenten der Hochschule und schließlich die Zusage der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“. Die Anschaffung des Kleinbusses wurde Teil der Weihnachtsaktion des Jahres 2020. Stolze 14000Euro sind dabei von PZ-Lesern für das Projekt gesammelt worden.

„Die Idee, einen Kleinbus zu erstehen, entstand im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Sozialpädagogischen Familienhilfe“, erinnert sich Kerstin Hasel, Leiterin des Bereichs. Das Team habe zunehmend bemerkt, dass ein großes Auto gebraucht werde. Der Grund: „Wir müssen viele Kinder nach Stuttgart oder Tübingen in Kliniken fahren.“ Bis jetzt habe man sich immer ein Auto von Opel Gerstel geliehen. Der Einsatz von Privatautos der Mitarbeiter auf solch langen Strecken gehe ins Geld. Ein Privatauto sei auch nicht immer verfügbar. „Jetzt sind wir flexibel, und unsere Angebote können stattfinden“, so Hasel. Ihr ist „Natur erleben“ ans Herz gewachsen. „Da fahren wir in den Enzkreis und bringen die Kinder in die Natur.“ Deshalb sei der Bus eine sehr große Hilfe.

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Bei der AG Tierhof, die bald wieder regelmäßig stattfinden darf, erleben Mädchen und Jungen eine unbeschwerte Zeit. Foto: SPFH

Edith Münch, Geschäftsführerin von pro familia und Mitglied des Projektbeirats von „Menschen in Not“, ist ebenso begeistert. „Die Zusammenarbeit über den Projektbeirat ist sehr nachhaltig.“ Bärbel Müller, Kassiererin des Fördervereins und in der Sozialpädagogischen Familienhilfe, bekräftigt: „Wir freuen uns riesig, dass es endlich wahr geworden ist.“ Die erste Fahrt findet an diesem Donnerstag statt. Bärbel Müller wird als Familienhelferin ein Kind in die Klinik bringen. „Es ist unheimlich gut, zu wissen, dass es keine Probleme bezüglich des Fahrzeugs gibt“, sagt sie.