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Atomkraftgegner starten am Freita in 

Schwerin zu einem Anti-Atom-Treck quer durch Mecklenburg-Vorpommern zum 

atomaren Zwischenlager Nord bei Lubmin.
Atomkraftgegner starten am Freita in Schwerin zu einem Anti-Atom-Treck quer durch Mecklenburg-Vorpommern zum atomaren Zwischenlager Nord bei Lubmin. © dpa
23.04.2011

Atomkraftgegner starten Ostermärsche

SCHWERIN/BRUCHKÖBEL. Im Zeichen des Protests gegen die schwarz-gelbe Atompolitik haben am Karfreitag die diesjährigen Ostermärsche begonnen. In Mecklenburg-Vorpommern starteten Atomkraftgegner zu einem Marsch von Schwerin quer durch das Land zum Zwischenlager bei Lubmin. Im südhessischen Bruchköbel demonstrierten nach Polizeiangaben rund 200 Menschen für die klassischen Themen der Ostermarschierer: Frieden und Abrüstung.

In diesem Jahr sind über die Ostertage bundesweit mehr als 80 Aktionen geplant. Die Demonstranten wollen einen schnellen Atomausstieg sowie das sofortige Ende der Kriege in Afghanistan und im Irak und einen sofortigen Waffenstillstand in Libyen. Sie verlangen eine drastische Kürzung der Militärausgaben zugunsten sozialer Aufgaben und den Stopp von Rüstungsexporten. Protest gibt es auch gegen die Rekrutenwerbung der Bundeswehr im öffentlichen Raum etwa bei Arbeitsagenturen, Schulen und Hochschulen. Die Friedensbewegung hat gemeinsam mit Anti-Atomkraft-Initiativen und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zu Protesten aufgerufen.

Dem Anti-Atom-Treck in Mecklenburg-Vorpommern haben sich nach Veranstalterangaben rund 170 Menschen angeschlossen. Sie erinnern mit Transparenten, gelben Flaggen und Papp-Eiern mit dem Atomzeichen an den bevorstehenden 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Zudem protestierten sie gegen einen Ausbau des Zwischenlagers Nord. dpa