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Parteichef Christian Lindner am Freitag beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart.
Parteichef Christian Lindner am Freitag beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart. © dpa
06.01.2017

Dreikönigstreffen: Für die FDP geht es ums Ganze

Hopp oder topp - für die FDP geht es in diesem Jahr ums Ganze. Um sein oder nicht sein. 2013 aus dem Bundestags geflogen, wollen die Liberalen im Herbst zurück an alte Wirkungsstätte.

„Wir haben uns erneuert“, betonte Parteichef Christian Lindner am Freitag beim traditionellen Dreikönigstreffen seiner Partei im Stuttgarter Opernhaus. „Aber wir haben auch gelitten“, räumte er ein, weil die FDP eine falsche Politik der schwarz-roten Bundesregierung und die Untätigkeit der Opposition von den Zuschauerrängen verfolgen musste. „Das wollen wir nicht fortsetzen“, bekräftigte Lindner unter starkem Beifall der rund 1400 Gäste.

Die Basis für die Rückkehr unter die Reichstagskuppel wollen die Freidemokraten im ersten Halbjahr 2017 bei drei Landtagswahlen legen. Gewählt wird im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Lindners Heimatland Nordrhein-Westfalen. Vor allem in der Mitte der Gesellschaft will die FDP punkten, möchte dort die notwendigen Stimmen für das angepeilte politische Comeback im Bund holen.

Entsprechend umgarnte Linder am Freitag in seiner 75-minütigen Rede die breite Mitte und bot die FDP als deren Problemlöser an. „Politik für die Mitte muss wieder zur Staatsraison in Deutschland werden“, fordert Lindner, der nicht mit Angriffen auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Bundesregierung im Ganze als auch die Opposition sparte.

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