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Weiträumig abgesperrt ist die Gegend um das Restaurant nach der Explosion in Stockholm.
Weiträumig abgesperrt ist die Gegend um das Restaurant nach der Explosion in Stockholm. © dpa
23.12.2015

Explosionen in Istanbul und Stockholm: Tote in der Türkei, Sprengsatz in Schweden

Istanbul/Stockholm. Zwei Explosionen haben sich am Mittwoch in den beiden Metropolen Istanbul und Stockholm ereignet. In türkischen Stadt am Bosporus ist dabei eine Person am Flughafen ums Leben gekommen. In der schwedischen Hauptstadt wurde ein Sprengsatz in ein Restaurant geworfen.

Bei der Explosion auf dem Flughafen Sabiha Gökçen in Istanbul ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zudem sei ein weiterer Mensch verletzt worden, berichtete die Agentur Dogan. Es soll sich um Mitarbeiter einer Putzkolonne handeln, hieß es unter Berufung auf die Leitung des Flughafens. Die Ursache sei noch unklar. Es seien keine Passagiere zu Schaden gekommen. Die Explosion ereignete sich den Angaben zufolge in den frühen Morgenstunden in einem Bereich, in dem Flugzeuge geparkt werden. Ermittler hätten die Untersuchungen aufgenommen.

In Stockholm ist in der Nacht zum Mittwoch ein Sprengsatz explodiert. „Wir haben einen Anruf bekommen, dass eine Person einen Sprengsatz in das Restaurant geworfen habe“, sagte eine Polizeisprecherin in der schwedischen Hauptstadt. „Es war nicht geöffnet, und niemand wurde verletzt, aber es befanden sich Mitarbeiter in dem Restaurant.“ Wer den Sprengsatz gezündet hatte und was das Motiv sein könnte, konnte sie zunächst nicht sagen. Die schwedische Polizei fahndet nach dem unbekannten Täter. Bombentechniker nahmen den Tatort unter die Lupe, um herauszufinden, was für ein Sprengkörper in dem Restaurant gelandet war. „Wir wissen aber noch nicht, was da explodiert ist“, sagte ein Polizeisprecher am späten Mittwochmittag. „Wir haben einige Dinge vom Tatort mitgenommen, aber wir müssen sie erst untersuchen, um sicher zu sein, was es ist.“ Die Ermittler befragten die Angestellten des Restaurants und der Läden in der Umgebung - zunächst aber ohne Erfolg. Erkenntnisse erhofften sie sich von der Kameraüberwachung.

Das Restaurant ist Teil des „Berns“, eines über 150 Jahre alten Etablissements, zu dem auch ein Hotel und ein Nachtclub gehören.