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Beim Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße wurden 22 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Beim Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße wurden 22 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. © dpa
12.01.2015

Kölner Nagelbombenanschlag Thema im NSU-Prozess

München. Im NSU-Prozess wird an diesem Montag - dem ersten Verhandlungstag nach der Weihnachtspause - ein neues Kapitel aufgeschlagen: Erstmals wird sich das Gericht ausführlich mit dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße beschäftigen, der dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) angelastet wird.

Als Zeugen sind drei Beamte des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes geladen.

Bei dem Anschlag am 9. Juni 2004 in der von türkischen Migranten geprägten Straße waren 22 Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Der mit Nägeln bestückte Sprengsatz war vor einem Friseursalon explodiert. Versteckt war er in einem Motorradkoffer auf dem Gepäckträger eines Fahrrads. Das Ziel der Terroristen war laut Anklage, so viele Kunden und Passanten wie möglich zu töten oder zu verletzen.