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23.12.2010

Mehrere Bomben explodieren in Rom

ROM. In der Schweizer Botschaft in Rom ist am Donnerstag offensichtlich ein Sprengstoffpaket explodiert. Dabei wurde ein Botschaftsangehöriger schwer verletzt. Die Polizei untersuche den Fall bereits, um Hinweise auf die Absender zu finden, wie italienische Medien berichteten. Der Verletzte sei in das römische Krankenhaus Umberto I. gebracht worden. Auch in der chilenischen Botschaft ist eine Bombe explodiert.

Bildergalerie: Sprengstoffattentat in der Schweizer Botschaft in Rom

Nach den ersten Erkenntnissen explodierte das Paket, als es von dem Botschaftsangehörigen geöffnet wurde. Er soll an beiden Händen schwer verletzt worden sein. Die Schweizer Botschaft liegt im nördlichen Stadtteil Parioli. Mehr Einzelheiten zu der Explosion wurden zunächst nicht bekannt.

Erst am Dienstag hatte ein verdächtiges Päckchen in einem Waggon der römischen U-Bahn für Aufregung gesorgt. Bürgermeister Gianni Alemanno gab wenige Stunden später allerdings Entwarnung. Es habe sich nach Untersuchungen von Experten herausgestellt, dass das Päckchen nicht explodieren konnte.

In Deutschland hatte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) Mitte November vor Anschlägen islamistischer Terroristen gewarnt. Als Folge wurden die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Bahnhöfen und Grenzen deutlich verschärft.

Ende Oktober war eine im Jemen aufgegebene Paketbombe auf dem Köln-Bonner Flughafen für den Weiterflug umgeladen und erst in Großbritannien entdeckt worden.

Anfang November war im Kanzleramt eine Paketbombe aus Griechenland entschärft worden, die an Kanzlerin Angela Merkel adressiert war. Das Paket war nach ersten Erkenntnissen von linksautonomen Griechen aufgegeben worden. Es war ein Brandsatz, der keinen größeren Schaden verursacht hätte.