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Francois Hollande liegt nach ersten Umfragen vor Nicolas Sarkozy. Foto: dpa
Francois Hollande liegt nach ersten Umfragen vor Nicolas Sarkozy
06.05.2012

Sarkozy gesteht Wahlniederlage ein

Paris (dpa) - Frankreichs scheidender Präsident Nicolas Sarkozy hat am Sonntagabend seine Niederlage eingestanden. «Frankreich hat einen neuen Präsidenten (...). François Hollande ist Präsident der Republik und muss respektiert werden», sagte Sarkozy. Er habe mit ihm telefoniert und ihm für das Amt Glück gewünscht, erklärte er in Paris vor seinen Anhängern.

Der Sozialist François Hollande liegt bei der Präsidentenwahl in Frankreich ersten Umfragen zufolge deutlich in Führung.

Der belgische Rundfunk RTBF berichtete am Sonntag, Hollande habe laut inoffiziellen Prognosen und Hochrechnungen von 18.00 Uhr rund 53 Prozent der Stimmen bekommen. Der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy rangiere mit 47 Prozent abgeschlagen dahinter.

Hollande galt als Favorit der Stichwahl und lag seit Monaten in allen Umfragen vor Sarkozy, der um eine zweite, fünfjährige Amtszeit kämpft. Sarkozy hatte zuletzt seinen Rückstand verringern können.

Die letzten Wahllokale in Großstädten wie Paris schließen um 20.00 Uhr. Insgesamt dürfen rund 46 Millionen Bürger entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren das höchste französische Staatsamt innehaben wird.

Das Meinungsforschungsinstitut Ifop teilte mit, die Wahlbeteiligung werde voraussichtlich bei 81,5 Prozent liegen. Bei der Präsidentenwahl 2007 waren es knapp 84 Prozent.