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Einzug in Pforzheim: Flüchtlinge kommen im November in die große städtische Unterkunft im ehemaligen Thales-Gebäude. Foto: Ketterl
Einzug in Pforzheim: Flüchtlinge kommen im November in die große städtische Unterkunft im ehemaligen Thales-Gebäude. Foto: Ketterl
15.01.2016

Asyl in Zahlen: Diese Flüchtlinge kamen 2015 nach Pforzheim und den Enzkreis

„Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.“ In der Flüchtlingsthematik offenbart dieser Ausspruch seine ganze Ernsthaftigkeit. Wöchentlich ändern sich die Zuweisungszahlen, was Pforzheim und den Enzkreis vor Herausforderungen stellt. Wer aber flüchtete nun 2015 in Region? Wo leben besonders viele Flüchtlinge? Wieviele Männer, wieviele Frauen kamen? Und: Warum flohen die Menschen? Die PZ gibt in einer statistischen Jahresbilanz Antworten.

Auffallend: Nach Pforzheim kamen eher Iraker, in den Enzkreis eher Syrer, überall eher Männer und Minderjährige als Frauen. Welche Daten vorliegen, ist unterschiedlich: So gibt es im Enzkreis keine Statistik zu Geschlecht und Alter. Eines eint alle Kreise: Je näher das Jahresende rückte, desto höher wurde der Anteil der Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Diese haben höhere Bleibechancen Osteuropäer, die zuletzt kaum noch kamen.

Problematisch: Rund 1,1 Million Flüchtlinge kamen im Vorjahr nach Deutschland. Doch nur über gut 280 000 Anträge wurde 2015 insgesamt entschieden. Der Berg unbearbeiteter Asylgesuche wird somit größer und größer.

Bedrückend: 3771 Menschen starben bei der Flucht übers Mittelmeer – so viele wie nie zuvor.

Bis Ende 2016 sollen die Asylbewerber einigermaßen gleichmäßig im Enzkreis verteilt sein. Noch gibt es aber durchaus Unterschiede, wie die Karte zeigt. Je dunkler die Gemeinde eingefärbt ist, desto mehr Flüchtlinge leben dort im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Klicken Sie auf die Flächen für weitere Informationen

Aber wer floh warum? Und wie groß sind ihre Chancen, zu bleiben? Die Karte zeigt dies am Beispiel der 15 Staaten, aus denen 2015 die meisten Flüchtlinge nach Baden-Württemberg kamen. Klicken Sie auf die Punkte für weitere Informationen.

Die Gesamtschutzquote ist die Summe aller positiven Entscheidungen: Anerkennung als Asylberechtigte, Anerkennungen als Flüchtling, Gewährung von subsidiären Schutz oder die Feststellung eines Abschiebungsverbots. Die Quote bezieht sich auf ganz Deutschland, die Zahl der 2015 registrierten Asylsuchenden auf Baden-Württemberg.

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