760_0900_95078_105860139.jpg
Schwertwale sprechen Dialekt und lernen auch schnell einen neuen. Foto: dpa-Archiv

Ludwigs Tierleben: Dialekte im Tierreich

In Deutschland gibt es reichlich Dialekte: In München wird Bayerisch gesprochen, in Hamburg Plattdeutsch gesnakt, in Frankfurt Hessisch gebabbelt und in Dresden gesächselt. Dazu kommen noch zahllose Unterdialekte. Oft wird schon im Nachbardorf hörbar anders gesprochen als im eigenen.

Dialekte gibt es aber nicht nur bei uns Menschen, sondern auch im Tierreich. Man findet sie vor allem bei jenen Arten, die über eine komplexe Sprache verfügen und auch in räumlich getrennten Gruppen leben. Die geografische Trennung ist ja die Grundvoraussetzung dafür, dass sich ein Dialekt überhaupt herausbilden kann. Tierische Dialekte wurden von der Wissenschaft bisher vor allem bei Vögeln, aber auch bei Walen, Delfinen, Elefanten, Affen und erstaunlicherweise sogar bei Kühen nachgewiesen. Amseln in Frankfurt haben zum Beispiel ein völlig anderes Liedgut als solche in München oder Stuttgart. Die Unterschiede können dabei in der Melodie, aber auch in der Tonart zutage treten. Manchmal ist ein Amseldialekt auch stimmlich deutlich höher als der andere, oder es wird einfach schneller oder lauter gesungen.

Der Artikel interessiert Sie?

Jetzt weiterlesen mit einem Zugangspass oder einem PZ-news-Abo!

Sie sind bereits Abonnent oder haben einen Monatspass?