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Pottwale machen Fischern in Alaska das Leben schwer. Foto: dpa-Archiv

Ludwigs Tierleben: Diebische Pottwale

In den Gewässern vor Alaska wird kräftig Fisch geklaut. Die Übeltäter sind aber nicht etwa Menschen, sondern Pottwale, die mittels gezielter Attacken den ansässigen Fischern immer wieder die Fangleinen, mit denen sie in großer Tiefe sogenannte Kohlenfische erbeuten wollen, leerfressen.

Wie die Pottwale dabei vorgehen, hat man mit Hilfe von Unterwasserkameras beobachtet: Die Fischer fangen die Kohlenfische im Golf von Alaska mit Leinen, die über drei Kilometer lang sind, mit bis zu 4000 Angelhaken besetzt und in 200 bis 800 Metern Tiefe ausgebracht werden. Wenn sie mit dem Fang über eine hydraulische Winde an Bord gebracht werden, beißen sich die Pottwale in der Fangleine fest und schütteln sie solange, bis die Kohlenfische, die sehr weiche Mäuler haben, von den Haken der Leine abfallen. Ein besonders frecher Fischdieb hat von den Fischern einen Namen verliehen bekommen: „Jack the Stripper“. Was auffällig ist: Manchmal gehen die Pottwale sogar in Gruppen von bis zu zehn Tieren auf die Fangleinen los. Das ist sehr außergewöhnlich: Pottwalbullen sind eigentlich Einzelgänger.

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