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120 Wildschweine haben die Jäger im Enzkreis erlegt.
120 Wildschweine haben die Jäger im Enzkreis erlegt. © Symbolbild: dpa
18.11.2010

120 Wildschweine im Enzkreis zur Strecke gebracht

ENZKREIS. Zu einer großen revierübergreifenden Jagd im nordöstlichen Enzkreis hatten sich Jäger und Förster nach Angaben des Enzkreises am vergangenen Wochenende verabredet. Schwerpunkte waren die Staatswaldreviere Brand/Wasenwald und Füllmenbacher Hof sowie der gemeinschaftliche Jagdbezirk Schützingen; auch einige anschließende Jagdbezirke beteiligten sich. Insgesamt wurden 120 Wildschweine erlegt.

Mit weit mehr als 100 Schützen, rund 60 Treibern und vielen guten Jagdhunden sollten vor allem die hohen Schwarzwildbestände effektiv bejagt werden. „Damit haben wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen geleistet“, betont Guido Wölfle vom Enzkreis-Forstamt, der die Jagd in den Staatswaldrevieren leitete.

„Eine solch große Treibjagd stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit“, erläutert Wölfle. So hätten die meisten Schützen Hochsitze, Ansitzleitern oder Drückjagdstände zur Verfügung gehabt. „Die Jäger bekamen Standkarten, auf denen auch die Standorte der Nachbarschützen eingetragen waren, und wir haben sie genau eingewiesen, wie sie sich auf ihrem Stand zu verhalten haben“, betonten Guido Wölfle und Horst Maier, der im Revier Schützingen als Jagdleiter fungierte. Beide freuten sich, dass die Vorbereitung offensichtlich gut war: Es sei kein einziger Unfall zu verzeichnen gewesen.

Außer den Wildschweinen wurden auch 25 Rehe und etliche Füchse erlegt. „Im Anschluss an die Jagd war es dann eine große Aufgabe, die Sauen und Rehe fachgerecht zu versorgen und in allen verfügbaren Wildkammern zu kühlen“, meinte Wölfle. Der Forstmann hofft nun, dass ein großer Teil des wertvollen Wildbrets den Weg auf die Tische der heimischen Gastronomie und vieler privater Wildkenner finden wird.

Ausruhen können sich die Jäger und Förster aber noch nicht: An allen kommenden Samstagen werden weitere Jagden stattfinden, um vor allem Wildschweine zu bejagen, die sich durch die guten Eichen- und Buchenmasten sehr stark vermehrt haben.