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14 gerissene Rehe in Neuenbürg.
14 gerissene Rehe in Neuenbürg © privat
24.05.2011

14 gerissene Rehe in Neuenbürg

NEUENBÜRG: Tief schlucken muss der Neuenbürger Jäger Paul Westerkamp immer wieder, wenn er auf ein gerissenes Reh trifft. In den vergangenen vier Monaten ist ihm das 14 Mal passiert.

„Wir finden fast jede Woche ein totes Tier, das ist alarmierend“, sagt der Jäger, dessen Revier entlang der Enz zwischen der Kernstadt Neuenbürg, dem Rotenbachtal und dem Eyachtal liegt. Die Spurenlage ist uneindeutig. So hätten manche Tiere Bisswunden aufgewiesen, sagt Westerkamp: „Bei anderen fehlen hingegen Kampfspuren.“ In solchen Fällen seien gar schon Vermutungen laut geworden, dass Personen Fallen und Schlingen im Wald aufgestellt hätten, sagt der Jäger. Die Jäger haben die Polizei verständigt und spezielle Bewegungskameras aufgestellt. Außerdem suchen sie immer wieder den Kontakt zu Spaziergängern im Jagdrevier, ob diese etwas bemerkt hätten. Hundehalter weisen sie darauf hin, auf ihren Vierbeiner gut aufzupassen und ihn vielleicht doch an die Leine zu nehmen.