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© Symbolbild: dpa
09.03.2018

19-jähriger Bleifuß hängt Autobahnpolizei ab und lässt sich doch an Grenze schnappen

Remchingen. Zu viel „Need for Speed“ gespielt oder zu oft „Fast & Furios“ geschaut? Ein 19-jähriger Bleifuß lieferte sich am Donnerstag gegen 13 Uhr auf der A5 und A8 eine rasante Verfolgungsjagd mit der Polizei. Sein Pech: Er wusste nur, wie man auf der Autobahn schnell fährt, aber nicht, wie man sicher und unbehelligt wieder herunterkommt.

Dabei hatte der Mercedes-Fahrer nicht einmal die ganze Zeit das flackernde Blaulicht des Streifenwagens im Nacken. Um eine Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer zu verhindern, hatten die Beamten die Verfolgung zwischenzeitlich eingestellt. Trotzdem rauschte der deutsche Möchtegern-Vettel bis zur schweizerischen Grenze durch, wo ihn dann die Grenzwacht quasi wie auf dem Präsentierteller in Gewahrsam nehmen konnte.

Aufmerksam auf den jungen Raser wurde die erste Polizeistreife aufgrund von Überholverstößen und Tempoüberschreitungen auf der A8 bei Remchingen. Die Beamten dokumentierten die Verstöße mit einer Videoanlage. Der Aufforderung der Polizisten, einen Parkplatz wegen einer Verkehrskontrolle anzusteuern, befolgte der Mercedes-Fahrer nicht. Stattdessen flüchtete er unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln und teilweise mit über 200 Stundenkilometern in Richtung A5. Dadurch kam es zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Aufgrund des hohen Unfallpotenzials wurde die Verfolgung auf der Höhe von Achern beendet.

Die weitere Fahndung wurde durch die Polizeipräsidien Offenburg und Freiburg übernommen. Schließlich wurde der Verkehrsrowdy an der schweizerischen Grenze gestoppt. 

Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen und Geschädigten. Diese werden gebeten sich telefonisch unter der 0721/944840 mit dem Autobahnpolizeirevier Karlsruhe in Verbindung zu setzen.