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Und darauf stoßen die beiden Bürgermeister der Gemeinden an: rechts: Wolfgang Krieg, links János Magasi.
Und darauf stoßen die beiden Bürgermeister der Gemeinden an: rechts: Wolfgang Krieg, links János Magasi. © Zoller
Die ungarischen Gäste freuen sich über das neue Qutfit der Serviererinnen, das just an Ihrem Besuchstag Premiere hatte.
Die ungarischen Gäste freuen sich über das neue Qutfit der Serviererinnen, das just an Ihrem Besuchstag Premiere hatte.
Gemütliches Beisammensein im Albtalstadl.
Gemütliches Beisammensein im Albtalstadl. © Zoller
Reihe rechts beginnend: János Magasi, Bürgermeister aus Ungarn, daneben sein Amtskollege Wolfgang Krieg, davor Bernhard Kraft.
Reihe rechts beginnend: János Magasi, Bürgermeister aus Ungarn, daneben sein Amtskollege Wolfgang Krieg, davor Bernhard Kraft. © Zoller
12.11.2013

20 Jahre deutsch-ungarische Städtepartnerschaft von Dobel und Tótvázsony

Dobel/Tótvázsony (SZ) "Unsere Städtepartnerschaft besteht seit dem 14. Mai 1994 und im kommenden Jahr können wir unser 20-jähriges Jubiläum feiern". Strahlend bestätigt Dobel´s Hauptamtsleiter Egbert Lacroix die anstehenden Feierlichkeiten, die im kommenden Jahr sowohl in Tótvázsony als auch auf dem Dobel stattfinden werden.

"Der Austausch von Gemeinden dient der Völkerverständigung", so Lacroix, der bereits mehrfach mit seiner Familie den 1.300 Einwohner zählenden Partnerort als Urlaubsdomizil gewählt hat. Nach seiner Aussage waren nicht nur Gemeinderatmitglieder vor Ort, sondern "auch Dobler Familien, die die günstige Lage unserer Partnergemeinde und die reizvolle Umgebung rund um den Plattensee anschauen wollten." Am zweiten Novemberwochenende besuchten der Bürgermeister von Tótvázsony, János Magasi sowie vier weitere Gemeinderatsmitglieder aus Ungarn den Dobel und sorgten bei ihrer Pensionswirtin Elfriede Grambart für Verwunderung, denn die ungarischen Gäste hatten nicht nur typisch deutsche Nachnamen wie Hauck, Mayer und Scheer sondern sprachen auch ein fast akzentfreies Deutsch.

Vor über 300 Jahren waren es deutsche Siedler aus Baden und Württemberg, die 1671 nach den verheerenden türkischen Kriegen das Land am Balaton wiederbesiedelten und mit Ackerbau das Dorf Tótvázsony neu belebten. 1994 wurde dort eine Deutsche Minderheitsverwaltung gegründet, die seitdem den Austausch mit ihrer Partnergemeinde Dobel pflegt. Für den Besuch der Ehrengäste gab es ein sportliches Wochenendprogramm: Schwarzwaldwanderung mit Bernhard Kraft, Besuch in der Herrenalber Siebentäler Therme, Einkehr im Albtalstadl bei Mirko Weber, dem Veranstalter des 7. Dobler Schlittenhunderennens am 3. Advent sowie Tagung im Dobler Rathaus. Nach Aussage von Bürgermeister Wolfgang Krieg war der Konsens eindeutig: "Wir möchten Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zusammenbringen und haben daher für 2014 gemeinsame Feierlichkeiten für das Jubiläum verabschiedet." Zum Abschluss der deutsch-ungarischen Begegnungen gab es lukullische Spezialitäten aus der Region, kredenzt von Roy Kieferle.