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Fünf Männer sind auf der A5 in diesem Kleinlaster verbrannt.
Fünf Männer sind auf der A5 in diesem Kleinlaster verbrannt. © dpa
25.02.2014

2013 neun Tote auf der A5: Fünf Männer in brennendem Lkw getötet

Wiesbaden/Karlsruhe/Pforzheim. Immer mehr Fahrzeuge drängen sich auf Deutschlands Straßen. Die Zahl der Unfälle bleibt hoch. Doch dank besserer Technik gibt es immer weniger Tote. Nur auf den Autobahnen steigt ihre Zahl deutlich.

Deutschlands Autobahnen sind 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gefährlicher geworden. Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland demnach auf den tiefsten Stand seit den 50er Jahren - doch auf den Autobahnen stieg sie an.

Auch im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Karlsruhe gab es im Jahr 2013 schwere Unfälle auf Autobahnen, bei denen Menschen ums Leben kamen. So starb auf der A8 im Dezember der Fahrer eines Tanklasters, nachdem er auf einen zwischen Heimsheim und Pforzheim-Ost im Stau stehenden Autotransporter aufgefahren war. Der Lastwagen kippte um. Dabei wurde die Fahrerkabine so stark beschädigt, dass der eingeklemmte Fahrer noch an der Unfallstelle starb.

Auf der A5 starben nach Polizeiangaben im Jahr 2013 neun Menschen auf der Autobahn, darunter die fünf Männer, die bei einem Lastwagen-Unfall zwischen Bruchsal und Karlsruhe im Juni starben. Auch hier war der Unfallverursacher, ein Lkw-Fahrer, auf ein Stauende gerast. Die fünf Männer starben in einem Kleinlaster, der durch den Unfall in Flammen aufging.

3340 Menschen starben deutschlandweit vergangenes Jahr bei Verkehrsunfällen, wie die Statistiker am Dienstag in Wiesbaden mitteilten. Das waren 260 Tote oder 7,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das sei der niedrigste Wert seit Beginn der bundesweiten Statistik 1953, erklärte eine Sprecherin der Behörde. Fahrzeugbestand in Deutschland stieg zugleich auf 52,3 Millionen Autos, Busse, Lastwagen oder Motorräder.

Auf den Autobahnen nahm die Zahl der Todesopfer deutlich um 8,1 Prozent zu. Dafür kamen auf Landstraßen (minus 12,0 Prozent) in geschlossenen Ortschaften (minus 10,0 Prozent) weniger Menschen ums Leben. Gegen den Gesamttrend wurde nur in Bayern und Brandenburg eine leichte Zunahme der Verkehrstoten verzeichnet. Hessen hatte ähnliche Ausnahmen 2011 und 2012 erlebt.

Auch die Zahl der Verletzten ging bundesweit zurück: Um 2,7 Prozent auf 374 000 Personen. Im Jahr 2013 wurden nach Angaben der Statistiker insgesamt rund 2,4 Millionen Unfälle auf den Straßen gezählt, was einem leichten Rückgang um ein Prozent im Jahresvergleich entspricht.

«Dieses positive Signal ist ein Ansporn, unseren Weg für mehr Verkehrssicherheit konsequent weiter zu verfolgen», sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Fahrzeuge und Straßen würden sicherer. Aufklärung und Verkehrserziehung stärkten das Miteinander im Straßenverkehr. Dennoch bleibe Verkehrssicherheit eine Daueraufgabe - jeder Tote sei einer zu viel.

Nach vorläufigen Zahlen für elf Monate starben deutlich weniger Kinder und Jugendliche im Verkehr. In der Hauptrisikogruppe der 18- bis 24-Jährigen gab es einen Rückgang um mehr als ein Fünftel.

Auch der Autoclub Europa ACE führte den Tiefstand der tödlichen Unfälle auf bessere Fahrzeugsicherheit zurück. Bedenklich stimme, dass die Zahl der Unfälle insgesamt kaum zurückgegangen sei.