2021 werden Wasser- und Abwasserpreise gesenkt

Karlsbad. Frohe Botschaft in eher tristen Zeiten für die Karlsbader.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat die Senkung des Frischwasserpreises von bisher 2,21 auf 2,05 Euro pro Kubikmeter. Beim Abwasser reduziert sich die Schmutzwassergebühr pro Kubikmeter von 1,91 auf 1,65 Euro und die Gebühr des Niederschlagswassers (für versiegelte Grundstücksflächen) von 0,66 auf 0,54 Euro. Die reduzierten Gebührensätze gelten für die Jahre 2021 und 2022. „Das passt ganz gut in unsere Corona geprägten Zeit als positives Zeichen. Die anstehenden Investitionen in diesem Bereich lassen allerdings erwarten, dass nach 2022 eher wieder Gebührenanpassungen auf der Tagesordnung stehen.“, so Bürgermeister Jens Timm.

Beim Frischwasser werden die fünf Ortsteile von fünf unterschiedlichen Wasserverbänden (Ittersbach über die Mannenbach-Wasserversorgung) gespeist und beim Abwasser sind es drei Verbände mit unterschiedlichen Kostensätzen. Die Gebührenreduzierungen resultieren aus einer Kostenüberdeckung 2017 und 2018. Diese lag beim Abwasser bei rund 290 000 Euro und beim Frischwasser bei über 380000 Euro. Für eine positive Finanzsituation sorgten überschaubare Investitionen. Dies wird sich allerdings wieder ändern, wenn die Kosten der für rund drei Millionen Euro sanierten Erdfilteranlagen für das Oberflächenwasser aus dem Ittersbacher Gewerbegebiet „Stöckmädle“ als Abschreibungen den Finanzrahmen belasten. Stabil ist der Wasserverbrauch, der jährlich bei rund 820000 Kubikmeter liegt. Rund 780 000 Kubikmeter an Schmutzwasser und 1,15 Millionen Kubikmeter Oberflächenwasser fließen jährlich in die Kanalisation. Das Abwasser aus den Straßen- und Wegeflächen geht zulasten der Kommune.