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Ein Sandsteintorbogen aus dem Jahre 1561 ziert den Museumshof in Ittersbach. Klaus Kappler (links) hat das Element bei einem Hausabbruch entdeckt, der Heimatverein hat es bei einem Steinmetz aufarbeiten lassen. Das Ergebnis freut auch den Vereinsvorsitzenden Markus Gossenberger. Foto: Weber
Ein Sandsteintorbogen aus dem Jahre 1561 ziert den Museumshof in Ittersbach. Klaus Kappler (links) hat das Element bei einem Hausabbruch entdeckt, der Heimatverein hat es bei einem Steinmetz aufarbeiten lassen. Das Ergebnis freut auch den Vereinsvorsitzenden Markus Gossenberger. Foto: Weber
12.10.2017

500 Jahre alter Torbogen im Museumshof in Ittersbach ausgestellt

Karlsbad-Ittersbach. Das Areal um das Karlsbader Heimatmuseum mit Museumscheune an der Friedrich-Dietz-Straße in Ittersbach entwickelt sich langsam zum kleinen Freiluftmuseum. So konnte der Heimatverein dieser Tage im Museumshof, mit dem groben Sandsteingemäuer des ehemaligen Hummelstalls als Rückraumkulisse, einen fast 500 Jahre alten Sandstein-Torbogen präsentieren.

Die Sandsteinelemente mit der eingehauenen Jahreszahl 1561 prägten ursprünglich den Einfang zum Gewölbekeller im Haus „Haffner“ an der Schulzengasse 2 in Ittersbach. Das Wohngebäude war bis zum Abriss 2014 eines der ältesten Häuser in der Gemeinde. „Dank unserer Mitglieder Klaus Kappler und Klaus Rieger ist es gelungen, dieses Kleinod zu retten und nunmehr in würdigem Rahmen im Museumshof präsentieren zu können“, so der Vorsitzende des Heimatvereins Karlsbad, Markus Gossenberger. Zunächst galt es, den beschädigten Torbogen bei einem Steinmetzbetrieb in Eppingen wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen und Teile zu ersetzen.

Im Zusammenhang mit der Installation am jetzigen Platz fand der Heimatverein laut Gossenberger große Unterstützung beim Bauhof der Gemeinde und einem örtlichen Schlossereibetrieb. So konnte der Verein die Gesamtkosten mit rund 3000 Euro in Grenzen halten. „Der Heimatverein bewahrt uns damit ein Stück Heimatgeschichte und präsentiert ein historisches Bauelement gut sichtbar für die Nachwelt“, betont Karlsbads Bürgermeister Jens Timm.

Schließlich war Ittersbach ehemals eine blühende Steinhauergemeinde. Durch die Verwerfungen des Pfinzgrabens befindet sich der Obere Bundsandstein hier relativ dicht unter der Oberfläche. Er war somit für den Abbau ohne große Schwierigkeiten zu erreichen. So waren hier schon sehr früh gewerbliche Steinhauerbetriebe entstanden.