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Roland Härdtner und das Ispringer Akkordeonorchester begeisterten beim Konzert zum 60-jährigen Bestehen. Foto: ott
Roland Härdtner und das Ispringer Akkordeonorchester begeisterten beim Konzert zum 60-jährigen Bestehen. Foto: ott
22.05.2017

60 Jahre lang Akkordeonorchester Ispringen: Große Feier mit Gastsolist Roland Härdtner

Ispringen.„Wir freuen uns über so viel Zuspruch“, rief Hans-Joachim Kiefer, der Vorsitzende des Akkordeonorchesters Ispringen, den Gästen bei der Begrüßung zum Jubiläumskonzert in der Sport- und Festhalle zu. Er versprach, zum 60-jährigen Bestehen des im März 1957 von einer engagierten Gruppe um Gustav Huber gegründeten Akkordeonorchesters, jetzt keine Vereinschronik vorzutragen. Alle Besucher fanden eine Festschrift mit der Historie auf ihrem Platz.

Zum Motto des Jubiläumskonzertes sagte Kiefer: „Wir wollen ihnen heute Abend das Beste vom Schönsten unserer Frühlingskonzerte in diesem Jahrhundert bieten.“ Das ist den Akkordeonspielern gelungen, wie immer wieder der begeisterte Applaus des Publikums zeigte. Conférencieuse Anika Faaß, sonst Akteurin bei der Marionettenbühne „Mottenkäfig“ Pforzheim, hatte 35 Musikstücke anzusagen. Beteiligt waren die Jugend mit Mentor Waldemar Zweier, das Ü-60-Ensemble von Hans-Peter Mannsdörfer und das große Orchester unter Leitung von Hans-Peter Huber. Eine besondere Attraktion war Roland Härdtner, dessen unglaublich flinke Mallets über Xylofon und Marimba flogen. „Furioso und Walzer in d-Moll“ und „Dance of the Hippo-Lollipops“ hießen seine beiden Solostücke. Sie entlockten dem Publikum Begeisterungsstürme ebenso wie beim gemeinsamen Auftritt mit dem Akkordeonorchester. Hier ging es im rasanten Tempo zur Sache, mit dem Tanz „Farandole“ aus der „L’Arlésienne-Suite II“ von Georges Bizet sowie dem „Teufelstanz“ von Josef Helmesberger.

Das große Akkordeonorchester selbst lief nach der Pause unter der Leitung von Hans-Peter Huber zur künstlerischen Hochform auf, unter anderem mit der „Schweizerischen Rhapsodie“ von Rudolf Würthner oder der Tonmalerei in der „Morgenstimmung“ aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Krieg. Schließlich verbreitete das Orchester Seeräuber-Romantik mit einem Medley aus „Pirates of the Caribbean“. Die Schülergruppe hatte sich zunächst mit „Tango pour Claude“ und „Oblivion“ dem Tango-Rhythmus verschrieben, um sich mit dem „In Harmony with Friends“, einer typischen Akkordeon-Komposition, zu verabschieden. Wir kennen es als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, doch das Ü-60-Ensemble interpretierte beim Konzert nun mal die „Variationen über ein französisches Volkslied“, von Herbert Bausewein, das auf Mozart zurückgeht.