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Einer der Organisatoren der Protestaktion, Rainer Pfrommer (links), übergibt vor dem Grunbacher Rathaus die Unterschriften an Bürgermeister Thomas Keller mit dem Appell, den von der Rodung betroffenen Wald stehen zu lassen.  Foto: Meyer 

679 Mal „Ja“ zum Wald: Unterschriften gegen Supermarkt in Engelsbrand an Bürgermeister übergeben

Engelsbrand. Mit einer kleinen Schar von fünf Unterstützern haben sich am Freitag die Waldschützer in Grunbach auf den Weg zum Rathaus gemacht. Dort übergaben sie die Früchte ihrer Unterschriften-Aktion gegen den geplanten Supermarkt in Engelsbrand Bürgermeister Thomas Keller. Dieser würdigte zwar das Engagement seiner Bürger, will das Großprojekt um die neuen Super- und Drogeriemärkte im Höhenort aber erstmal weiter vorantreiben.

Ganz reibungslos ging die Übergabe nicht vonstatten: Weil die Aktivisten Sorge um den Datenschutz hatten, konnte Keller zunächst nur die Zahl der eingegangenen Unterschriften begutachten. Damit wollte er sich bei dem Termin nicht so recht zufrieden geben:

„Wenn Sie mir Unterschriften geben, muss ich die auch sehen können“, so der Rathauschef.

Die Einigung: Die Daten werden elektronisch übermittelt. Insgesamt kommen 414 der Unterschriften aus Engelsbrand, 265 laut den Waldschützern aus umliegenden Gemeinden. Damit hätten sich knapp zehn Prozent der Einwohner gegen das Projekt ausgesprochen.

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Keller will die Zahl jetzt an den Gemeinderat weitergeben, sieht den Rückhalt der Mehrheit aber weiterhin gegeben: „Wir haben 4400 Einwohner. Das bedeutet nicht, dass ich die Unterschriften nicht respektiere, aber wir erfahren auch sehr viel Unterstützung für das Projekt.“ Möglich wäre ein Stopp aber immer noch. „Der Gemeinderat ist bis zum Schluss Herr des Verfahrens“, bestätigt Keller.

Rückendeckung für die Aktivisten gab es am Freitag auch vom Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Mehr über das Thema lesen Sie am Samstag, 21. November, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Constantin Hegel

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