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Die Feuerwehr kann sich auf ihre Aktiven verlassen: Beim Jubiläumsfestakt in der Mühlhausens Würmtalle wurden Jan-Hendrik Siart (Mitte) und Abteilungskommandant Norman Gall (mit Urkunde) geehrt. Ihnen dankten Bürgermeister Frank Spottek, Markus Haberstroh vom Kreisfeuerwehrverband, stellvertretender Kreisbrandmeister Martin Irion und Tiefenbronns Gesamtkommandant Marcel Regelmann (von links). Foto: Tilo Keller
Die Feuerwehr kann sich auf ihre Aktiven verlassen: Beim Jubiläumsfestakt in der Mühlhausens Würmtalle wurden Jan-Hendrik Siart (Mitte) und Abteilungskommandant Norman Gall (mit Urkunde) geehrt. Ihnen dankten Bürgermeister Frank Spottek, Markus Haberstroh vom Kreisfeuerwehrverband, stellvertretender Kreisbrandmeister Martin Irion und Tiefenbronns Gesamtkommandant Marcel Regelmann (von links). Foto: Tilo Keller
30.10.2016

75 Jahre Feuerwehr Mühlhausen: „Echte Profis im Ehrenamt“

Tiefenbronn-Mühlhausen. Zum 75-jährigen Bestehen hat die Abteilung Mühlhausen der freiwilligen Feuerwehr Tiefenbronn ein Festbankett mit rund 200 Gästen veranstaltet. Zwischen den Festreden sorgte die Band Phinex für den musikalischen Rahmen. Hans Gölz-Eisinger, Pfarrer der Stadtkirche in Pforzheim und Mitglied der Feuerwehr in Tiefenbronn, führte durch den Abend. „Ein 75-jähriger Mensch genießt seinen wohlverdienten Ruhestand – die Jubiläumswehr gibt hingegen so richtig Gas“, sagte Bürgermeister Frank Spottek in seinen Grußworten.

Zuerst sei er überrascht über das Programm des Jubiläumsjahres gewesen. „Der Erfolg gibt Ihnen Recht“, merkte Spottek hinsichtlich der vielen Besucher an, die im Sommer zum Festwochenende gekommen waren. „Sich gegenseitig beistehen und Hilfe leisten – was vor 75 Jahren galt, gilt auch heute noch. Aber die Aufgabenstellung hat sich verändert“, sagte der Bürgermeister. Neben dem Brandschutz gewännen zunehmend technische Hilfeleistungen an Bedeutung. Außerdem trage die Feuerwehr mit ihren Veranstaltungen auch zum pulsierenden Leben in der Gemeinde bei.

„Fast 1500 Einsätze haben die Feuerwehren im Enzkreis im letzten Jahr geleistet“, hob Erster Landesbeamter Wolfgang Herz hervor. „Das macht die Bedeutung der Feuerwehr deutlich – in jedem einzelnen Ort.“ Er betonte die unerschütterliche Zuverlässigkeit, den Mut und die Menschlichkeit der Einsatzkräfte. „Die Feuerwehrangehörigen sind echte Profis und das im Ehrenamt“, lobte Herz. „Das klappt nur, wenn keiner auf dem Schlauch steht, im wahrsten Sinne des Wortes.“ Auch Markus Haberstroh, Vorsitzender des Feuerwehrverband Enzkreis gehörte zu den Gratulanten. „Wir sind keine Hobby- oder Freizeitretter“, sagte er. „Es wird immer anspruchsvoller und wir müssen den ehrenamtlichen Einsatzkräften immer mehr abverlangen.“

Haberstroh vergaß in seiner Rede auch nicht, den Angehörigen der Feuerwehrmitglieder zu danken, denn schließlich kämen die Einsätze nicht selten zu völlig unpassenden Zeiten. Dem Dank für das Verständnis der Angehörigen schloss sich auch Gesamtkommandant Marcel Regelmann an.

In einer Fotoschau ließ Michael Schoch, Ehrenkommandant der Feuerwehr, die letzten 25 Jahre Revue passieren. Er erinnerte unter anderem an Großeinsätze wie beim Orkan Lothar im Jahr 1999 oder beim Starkregenereignis im Jahr 2013. In einer Präsentation zeigte Carlos Valdivieso, wie eine ganze Reihe von Fotos entstanden sind, die die Aktiven der Mühlhausener Wehr nur scheinbar bei spektakulären Einsätzen zeigen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde Oberlöschmeister Jan-Hendrik Siart durch stellvertretenden Kreisbrandmeister Martin Irion für 25 Jahre Dienst mit dem silbernen Ehrenzeichen geehrt. Für Abteilungskommandant Norman Gall war die Auszeichnung mit der bronzenen Ehrenmedaille des Verbands eine echte Überraschung. Der Oberbrandmeister ist seit 27 Jahren in verantwortungsvollen Positionen und seit 1995 Kommandant der Abteilung. Die Mühlhausener Feuerwehr hat im Jubiläumsjahr auch an eine befreundete Helfergruppe gedacht. „Ein sehr enges und kameradschaftliches Verhältnis verbindet uns mit den Kameraden des DRK“, sagte Abteilungskommandant Gall. Der Erlös aus dem im Sommer veranstalteten Entenrennen in Höhe von 450 Euro kam dem örtlichen DRK zugute. Im Gegenzug gab es vom DRK zum Festbankett einen riesigen Kuchen in Form eines Feuerwehrautos.