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Erst kürzlich wurde illegal Farbe im Lomersheimer Brunnenstubengraben entsorgt und dieser somit verunreinigt.  Foto: Privat 

Abfall im Abwasser wird in der Region zu großem Problem: Bürger kippen alles in den Abfluss

Enzkreis/Mühlacker. Abwasser ist kein Müll und Straßengullys sind keine Mülleimer – darauf weisen die Stadt Mühlacker und das Landratsamt des Enzkreises hin. Immer wieder würden beispielsweise bei Renovierungsarbeiten die Straßeneinläufe vor dem Haus als Schüttstelle für Farbreste und auch andere Abfallstoffe missbraucht.

Durch Zunahme der Renovierungsarbeiten in Haus und Garten würden vermehrt Verfärbungen in Gräben, Bächen und Flüssen gemeldet, welche auf eine unrechtmäßige Entsorgung von Malerfarben, Gipsresten und anderen Abfällen hinweisen. Selbst Altöl sei so schon hin und wieder in Kanalisation, Klärwerke oder sogar direkt in die Enz oder andere Gewässer gelangt.

„Grundsätzlich haben solche Stoffe nichts in der Kanalisation verloren – noch schlimmer wirkt sich das aber aus, wenn, wie auch in kleineren Teilgebieten der Stadt Mühlacker, die Straßenentwässerung nicht an die Kläranlagen, sondern im sogenannten Trennsystem direkt an die nahe liegenden Oberflächengewässer und Abflussgräben angeschlossen sind“, heißt es in der Mitteilung.

Viele Beschichtungs-, Holzschutz- und Mauerwerkschutzmittel enthielten Biozide. Diese schädigten das ökologische System im Gewässer und könnten zum Absterben von Fischen und Kleinlebewesen führen.

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