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So wird man Hermann Augenstein in Erinnerung behalten: Als Urgestein und  kreative Persönlichkeit des „Goldenen Ochsen“.
So wird man Hermann Augenstein in Erinnerung behalten: Als Urgestein und kreative Persönlichkeit des „Goldenen Ochsen“. © PZ-Archiv
08.11.2011

Abschied vom Ellmendinger "Ochsen"-Wirt

KELTERN-ELLMENDINGEN Der auch über Keltern hinaus als Wirt des „Goldenen Ochsen“ bekannte Hermann Augenstein aus Ellmendingen ist am Sonntag im Alter von 91 Jahren verstorben. Hermann Augenstein war noch bis vor zwei Jahren regelmäßig in der renommierten Küche des „Goldenen Ochsen“ tätig und schaute auch danach trotz des hohen Alters immer mal wieder in der Küche nach dem Rechten.

Seine Tochter Brigitte Augenstein, die das traditionsreiche Wirtshaus im Winzerort Ellmendingen seit 1982 führt, freute sich stets über das Engagement ihrer Eltern Gertrud und Hermann Augenstein, die das Lokal aus guten Gründen als ihr Lebenswerk einstuften. 1952 hatte das Ehepaar das Restaurant übernommen, das zuvor von Hermann Augensteins Eltern als Dorfgaststätte betrieben worden war. Mit der Übernahme des Lokals begann der Aufstieg des „Goldenen Ochsen“ von der Dorfgaststätte zu einem geschätzten und renommierten Speiselokal, das einen hervorragenden Ruf in der Region genießt und Stammkunden weit über Keltern hinaus anzieht. Die gepflegte Atmosphäre und die exzellente Küche wussten auch schon bekannte Politiker, wie Wolfgang Schäuble und Heiner Geißler zu schätzen.

Tochter Brigitte Augenstein beschreibt ihren Vater als Mensch mit ganz besonderen Gaben, als ein Multitalent, nicht nur auf die Küche beschränkt. Hermann Augenstein, der als Koch, Konditor und Metzger im „Ochsen“ den Ton angab, hatte viele handwerkliche Fähigkeiten. Hierzu zählte auch, dass der gelernte Goldschmied in der Edelmetallverarbeitung kreativ tätig war. Was Brigitte Augenstein an ihrem Vater faszinierte, waren aber auch seine menschlichen Fähigkeiten. Er sei ein schweigsamer Zeitgenosse gewesen, der aber als guter Zuhörer überzeugt habe und stets durch sein Tun und seine Schaffenskraft ein Vorbild gewesen sei. So werde die Familie, sagte Brigitte Augenstein stellvertretend für die Angehörigen im PZ-Gespräch, Hermann Augenstein im Gedächtnis behalten. mar