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Nach dem Brand auf einem Kamelhof, bei dem 86 Tiere starben, wird der Ruf nach einem besseren Brandschutz in Ställen laut. © Symbolbild: dpa
10.03.2013

Abschiedsfeier für Tiere auf abgebranntem Kamelhof

Ebhausen. Für die im Feuer auf der Kamelfarm in Ebhausen (Kreis Calw) verendeten 87 Tiere wird es eine Abschiedsfeier geben. Mehrere hundert Gäste, vor allem viele Kinder, erwartet Kamelhof-Eigentümer Wilhelm Breitling am 13. April. Am Samstag habe die Hauptversammlung des Kamelvereins das beschlossen.

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«Ich selbst werde nicht reden können, weil es sehr emotional ist», sagte Breitling der Nachrichtenagentur dpa. Der Abschied sei vor allem für die kleineren Besucher notwendig. «Es ist wichtig für die Kinder, dass die Tiere ihren Platz auf dem Gelände haben.» Es werde eine Gedenksäule aus Naturstein mit den Namen aller 87 Kamele eingeweiht.

Bei dem Brand auf der Kamelfarm Ende Januar hatten nur ein paar Tiere überlebt. Nach Schätzungen entstand zudem ein Schaden zwischen einer und zwei Millionen Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Der Kamelhof war seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel vor allem für Familien aus ganz Baden-Württemberg. Die Farm war aber auch nicht umumstritten, wie Breitling sagte. So habe der Verein beschlossen, bei der Gemeinde Ebhausen eine Bürgerbefragung anzuregen. Gibt es Rückendeckung von der Bevölkerung und auch von der Gemeinde, soll eine gemeinnützige Stiftung zum Wiederaufbau gegründet werden. Der Verein wolle dazu seine etwa 15 000 Euro einbringen, sagte Breitling.

Die Anteilnahme an dem Schicksal der Farm sei richtig groß. «50 Seiten vom Gedenkbuch sind voll, meine Frau hat schon 400 Mails und über 100 private Briefe beantwortet, bei Facebook sind es 6000 Einträge», erzählte Breitling. «Die Feier wird sehr emotional.»