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Findet die vorweihnachtliche Stimmung auf dem Neuenbürger Marktplatz dieses Jahr statt? Das wird der Schwarzwaldverein nach dem Aus für den Adventsmarkt im Schloss jetzt intern besprechen.  Foto: Schwarzwaldverein Neuenbürg 

Adventsmarkt in Neuenbürg abgesagt: Gibt es eine Alternative?

Neuenbürg. Stoppelmarkt Anfang Dezember, abgesagt. Adventsmarkt im Schloss, abgesagt. Der Veranstaltungskalender der Stadt Neuenbürg leert sich wieder. Der Schwarzwaldverein ist noch unsicher, ob es den beliebten Adventstreff im Dezember geben wird.

„Die Corona-Verordnung verbietet bis Ende Oktober Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern“, erklärt Bürgermeister Horst Martin aufgrund der aktuellen Rechtslage das Aus für den Stoppelmarkt, der am 3. Oktober sicherlich wieder bis zu 1000 Besucher an die gut 50 Stände des bäuerlichen und kunsthandwerklichen Krämermarkts in die Innenstadt gelockt hätte.

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Erste Enzkreisgemeinde zieht die Reißleine: Adventsmarkt im Schloss Neuenbürg wird dieses Jahr abgesagt

Nicht minder beliebt von Gästen aus nah und fern, aber ebenso bereits abgesagt ist der Adventsmarkt im Schloss Neuenbürg, geplant für Mitte Dezember. Die Entscheidung sei schwergefallen, sagt Schlossleiterin Jacqueline Maltzahn-Redling: „Doch vor dem vor dem Hintergrund, dass der Adventsmarkt auch im Innenbereich des Schlosses stattfindet und Abstandsregelungen nicht garantiert werden können, ist eine Absage nötig.“

Und Martin ergänzt: „Was in normalen Wintern ein Pfund ist, sich bei unserem Markt auch drinnen aufhalten zu können, ist in diesem Jahr eine zusätzliche Hürde.“ Die frühe Absage sei aufgrund der Vorlaufzeiten für eine Planung und Standzuweisung wichtig gewesen, was jetzt entfällt. „Grundsätzlich lebt so ein Markt von gemütlicher Enge und dem Zusammensein.

Verein will am Budenzauber auf dem Marktplatz festhalten

Aus Jahren mit weiteren Abständen wegen des Brandschutzes haben wir die Rückmeldung, dass die Atmosphäre nicht so aufgekommen sei“, sagt der Bürgermeister, der von städtischer Seite keine Alternative vorsieht - anders als in Schömberg, Bad Wildbad, Dobel und Höfen, wo man aktuell über kleinere Varianten nachdenkt, um Besucher in Feststimmung zu versetzen.

Wer Maltzahn-Redling und ihr umtriebiges Team kennt, kann sich kaum vorstellen, dass es nicht schon Ideen für eine Alternative gibt. Doch die Schlossleiterin hält sich zurück: „Wir hoffen, dass der Adventsmarkt bei uns 2021 wieder wie gewohnt stattfinden kann.“ Auch der Schwarzwaldverein Neuenbürg, dessen Adventstreff im Städtle sich in den vergangenen Jahren als kleiner Weihnachtsmarkt Anfang Dezember mit bis zu 100 Besuchern pro Tag etabliert hat, zögert noch. „Wir wollen die Veranstaltung gerne machen, müssen aber schauen, ob dies mit den aktuellen Hygienebestimmungen und dem weiteren Infektionsgeschehen zusammenpasst“, sagt Vorsitzende Brigitte Hegel.

Gerade wegen des abgesagten Adventsmarkts im Schloss und da in den umliegenden Gemeinden auch kaum etwas stattfinde, wolle der Verein am Budenzauber auf dem Marktplatz festhalten. Ideen, das Geschehen zu entzerren, mit Einbindung eines weiteren Vereins etwa, gebe es und auch viele weitere Überlegungen: „Doch wir müssen schauen, was erlaubt und umsetzbar ist.“

Carolin Kraus

Carolin Kraus

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