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Ärztemangel: Auch in der Region werden Wege weiter
Ärztemangel: Auch in der Region werden Wege weiter © Symbolbild: dpa
04.08.2011

Ärztemangel: Auch in der Region werden Wege weiter

Zwei Jahre lang war die Anzeige auf der Website von Waldrennach zu sehen – ohne Erfolg. „Es hat sich niemand gemeldet, ich musste die Praxis schließen“, sagt Dr. Gunda Schulze aus Neuenbürg, die Ende 2008 in den Ruhestand ging. Noch ist Gunda Schulze ein Einzelfall, noch haben vereinzelte Praxisschließungen in Pforzheim und dem Enzkreis keine Versorgungsengpässe zur Folge.

Doch Dr. Ronald Weiss, Sprecher der Ärzteschaft in Pforzheim und dem Enzkreis, schließt für die Goldstadt Besetzungsschwierigkeiten nicht aus. „Bereits heute suchen ältere Kollegen oft verzweifelt nach Nachfolgern für ihre Praxis. Im Durchschnitt dauert es drei Jahre, bis sie erfolgreich sind.“ Harald Brandl, Pressesprecher der AOK Nordschwarzwald, sieht in den nächsten fünf Jahren merkliche Veränderungen auf die Region zukommen, vor allem im Enzkreis: „Dann könnte es die eine oder andere Praxis schon nicht mehr geben. Das bedeutet weitere Wege für die Patienten, was gerade älteren Menschen Probleme bereitet.“ Eine dieser Schließungen könnte die Praxis von Dr. Wolfgang Ballarin in Ispringen treffen: „Wahrscheinlich gibt es diese Praxis nach meiner Pensionierung nicht mehr. Damit muss ich rechnen.“ hak