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Begeisterndes Jubiläumskonzert: Das Akkordeonorchester Wimsheim setzt seit 50 Jahren auf Jugendarbeit. Foto: Fux
Begeisterndes Jubiläumskonzert: Das Akkordeonorchester Wimsheim setzt seit 50 Jahren auf Jugendarbeit. Foto: Fux
Gründungsmitglieder und Vorsitzende geehrt: (von links) Anton Püringer, Holger Söhnle, Wilhelm Maier, Philipp Kühnle, Oskar Lauser, Jérôme Munier und Andreas Weiß. Foto: Fux
Gründungsmitglieder und Vorsitzende geehrt: (von links) Anton Püringer, Holger Söhnle, Wilhelm Maier, Philipp Kühnle, Oskar Lauser, Jérôme Munier und Andreas Weiß. Foto: Fux
15.04.2018

Akkordeonorchester Wimsheim feiert 50-jähriges Bestehen

Wimsheim. Unterhaltsam feierte das Akkordeonorchester Wimsheim sein 50-jähriges Jubiläum, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Statt spröder Reden glossierten Vereinsmitglieder in Zehnjahresabschnitten, gespickt mit witzigen Anekdoten, Filmausschnitten, Bildern oder szenisch die Vereinsgeschichte, untermalt mit einem musikalischen Geburtstagsmenü des Ensembles der Harmonikafreunde Leonberg-Eltingen.

Anschließend glänzte das Akkordeonorchester Wimsheim in unterschiedlichen Formationen unter dem Motto „Akkordeon unter Freunden“ unter der musikalischen Leitung von Maic Widmann mit einem berauschenden Konzert. Dass dieses vom Männergesangverein Wimsheim (MGV) gesanglich schwung- und humorvoll unter Dirigent Carl Burger mitgestaltet wurde, passte gleich doppelt. Der MGV-Vorsitzende Joachim Kurz ist der Sohn des ehemaligen Pforzheimer Musiklehrers Rudolf Kurz, auf dessen Initiative sich 1968 der Akkordeon-Club gründete. Seitdem wurden über 300 Mitglieder ausgebildet und 27-mal die Fahne für Wimsheim bei nationalen und internationalen Wettbewerben hochgehalten. Immer wieder brachten die Akkordeonspieler Preise mit nach Hause und schnitten mit „Sehr gut“ ab. „Mein Vater wäre stolz auf den Verein“, sagte Kurz und verwies auf eine Kulturhochburg im Bereich der Tasten. Oberhalb der Gurgel sei jedoch der MGV zuständig. „Das Akkordeon-Orchester hat seit seiner Gründung sein Ziel, die Menschen und immer auch die Jugend für die Akkordeonmusik zu begeistern, konsequent verfolgt“, betonte Bürgermeister Mario Weisbrich. Geschenke gab es nicht nur von der Gemeinde, sondern auch von den Vereinen, für die Monika Domnick sprach. Eine besondere Auszeichnung zum halben Jahrhundert überreichte Ernst Fuchs im Auftrag des Harmonikaverbands an den Vereinsvorsitzenden Jérôme Munier.

Enge Kooperationen

Dass Ende der 1960er-Jahre noch andere Zeiten herrschten, nebenbei das Auto des Musiklehrers geputzt und in der Lehrküche samstags nicht nur geprobt, sondern auch Fleischkäse für den Lehrmeister zubereitet wurde, ist nur eine Anekdote. Dass es mit der Fusion mit Friolzheim nicht klappte, eine andere. Doch bis heute sind Friolzheimer in Wimsheim aktiv und der Verein betreibt seit über zehn Jahren ein Kooperationsorchester mit den Grundschulen in Wimsheim und Friolzheim. In dieser Zeit konnten bereits 207 Kinder unterrichtet werden. Eine Kostprobe lieferten die Jüngsten gemeinsam mit allen Mitwirkenden des Konzerts mit „Conquest of Paradise“ ab. Aber auch bei „Game of Thrones“ stand die Spielfreude von Groß und Klein ganz oben.

Das Jugendorchester stellte sein Können mit „Heal the World“ oder „Fluch der Karibik“ unter Beweis. Gutshof-Variationen und musikalische Tänze präsentierten das Schülerorchester. Bond und Tango auf dem Akkordeon bot das Ensemble. Das Orchester führte mit „Silva Nigra“, unterstützt vom Schlagwerk, Szenen aus dem Schwarzwald vor Augen und sorgte wie alle Mitwirkenden für einen gelungenen Jubiläumsabend.