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Die Hochwassermarke vom 13. Mai 1827 ist hoch über den Köpfen der Aktiven des Freundeskreises Königsbach-Steiner Geschichte angebracht. Das zeigt die Dramatik des Steiner Wassertags, an den (von links) Peter Seiter, Susanne Kaiser-Asoronye, Monika Meisenbacher und Willi Tilger erinnern. Foto: Roller

Als das Dorf versank: Steiner Wassertag forderte 1827 zehn Tote

Königsbach-Stein. Unzählige Passanten gehen jeden Tag an ihr vorbei, wenn sie durch die Steiner Ortsmitte laufen. Viele beachten die kleine Tafel gar nicht, die auf dem Marktplatz am alten Forsthaus angebracht ist. Eine dicke, schwarze Linie ist auf ihr zu sehen. Sie zeigt an, wie hoch am 13. Mai 1827 das Wasser in der Steiner Ortsmitte stand.

An diesem Tag vor 192 Jahren gab es ein heftiges Unwetter, das den Mühlbach über die Ufer treten ließ. Die Fluten richteten große Schäden an und kosteten zehn Menschen das Leben. Ein Ereignis, das bis heute nachwirkt. „Der Steiner Wassertag ist im kollektiven Gedächtnis fest verankert“, sagt Susanne Kaiser-Asoronye: „In Stein weiß darüber jeder Bescheid.“ Zusammen mit ihren Vereinskollegen hat die Vorsitzende des Freundeskreises Königsbach-Steiner Geschichte intensiv zu dem Thema recherchiert. Am Tag des Unglücks, am Montag, 13. Mai, werden sie auf dem Steiner Marktplatz an die Ereignisse erinnern, die den Ort in großes Unglück stürzten.

„Wenn man sich über die Geschichte von Stein informiert, kommt man am Wassertag nicht vorbei“, sagt Kaiser-Asoronye. Mit unbändiger Kraft schossen die Wassermassen damals durch das Dorf, stiegen bis auf eine Höhe von rund vier Metern an und verwüsteten alles, was ihnen im Weg stand.

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