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Alpakas ziehen im Hühnerglück Müller ein. Bald werden Ausflüge organisiert. Im Bild: Rafael Müller und seine Lebensgefährtin Elena Rusczyk.  Foto: Moritz 

Anden-Kamele im Kirschengäu: In Gräfenhausen leben jetzt auf rund 500 Quadratmeter Alpakas

Birkenfeld-Gräfenhausen. Rafael Müller und seine Lebensgefährtin Elena Rusczyk sind auf den Wiesen von Müllers Hühnerglück in Gräfenhausen unterwegs. Der Grund sind die vier ungestümen Wolltiere: Carl, Conrad, Charlie und Carlsson heißen die neuen Stars auf dem landwirtschaftlichen Anwesen. Wenn sich die Tiere erstmal eingewöhnt haben, sind es ruhige und verlässliche Zeitgenossen, da ist sich Müller ganz sicher. Erst seit einigen Tagen leben die jungen Alpakas auf ihrem rund 500 Quadratmeter großen Freigehege.

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Zu Gast bei den Alpakas von Müllers Hühnerglück in Gräfenhausen

Das Laufen mit dem Halfter klappt schon ganz gut, meint Müller, als ihm Conrad in diesem Augenblick mit einem Kopfruck am Halfter zeigt, wo es lang geht. Die eigentlich aus den Anden stämmigen Tiere sind zur Abwehr von Greifvögeln und insbesondere Füchsen gedacht. Füchse, erläutert Müller, seien eine Bedrohung für die Hühner, wobei das Raubtier im Falle eines Angriffs viele Tiere töte und nicht nur seinen Hunger befriedige. Hinzu komme die Gefahr, dass die gefährliche Fuchsräude eingeschleppt werde. Die Alpakas würden mit den Hühnern bestens zurechtkommen.

Was Müller wichtig ist: „Das hier soll kein Streichelzoo sein, sondern ein Erlebnisbauernhof.“

Und deshalb haben Elena Rusczyk und Rafael Müller mit den Alpakas, von denen es bald noch zwei Hengste und zwei Stuten geben wird, einiges vor. Für Wanderungen, kulinarische Events und Fotoshootings sind die Tiere gedacht. Geführte Wanderungen werden ebenso dazu gehören, wie Erlebnispädagogik und tiergestützte Therapie.

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Wer sich kein echtes Alpaka leisten kann, könnte auch auf ein Stofftier ausweichen. Foto: Moritz

Auch sonst sollen die Vorzüge der Region landschaftlich und kulinarisch bei Alpaka-Ausflügen einen hohen Stellwert genießen, quasi mit einer naturnahen Mobilitätsgarantie. Gedacht ist laut Müller an Gin- oder Weinverkostungen samt kulinarischen Leckerbissen an den Haltepunkten der Alpaka-Ausflüge. Ob Kirschblütenzeit im Kirschengäu bei Gräfenhausen oder andere Ausflugsziele: Die erweiterte Region werde mit den Alpakas zu erleben und zu genießen sein.

Georg Moritz

Georg Moritz

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