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Andreas Klett-Kazenwadel ist neuer Pfarrer in Ispringen. Foto: Roller
Andreas Klett-Kazenwadel ist neuer Pfarrer in Ispringen. Foto: Roller
22.09.2017

Andreas Klett-Kazenwadel ist neuer Pfarrer in Ispringen

Ispringen. Wenn er von seinem Empfang in Ispringen redet, dann kommt Andreas Klett-Kazenwadel aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Wir sind sehr herzlich empfangen worden“, sagt der 45-Jährige. Die Menschen würden ihn und seine Familie freundlich grüßen, man habe einen Blumenstock und eine Obstschale geschenkt bekommen. „Am Tag unseres Einzugs hat sogar jemand angeboten, Mittagessen für uns zu kochen.“ Seit Beginn des Monats lebt Klett-Kazenwadel zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der Enzkreis-Gemeinde im Pfarrhaus. Er ist nämlich der neue evangelische Pfarrer.

Klett-Kazenwadel freut sich auf seine Aufgaben. Das erste halbe Jahr will er nutzen, um die Menschen und Strukturen in der Kirchengemeinde und im Ort kennenzulernen. Er will wissen, wie die Leute ticken, sehen, wo seine Unterstützung gebraucht wird und herausfinden, wo die Kirchengemeinde Schwerpunkte legen will. Ihm ist es grundsätzlich wichtig, dass die Kirche ihren Platz in der Gemeinde hat. Deswegen will er Kontakt zu Schulen, Kindergärten, der politischen Gemeinde, Vereinen und Institutionen aufbauen. „Letztlich geht es uns allen um das Gleiche, nämlich um die Menschen vor Ort.“ Klett-Kazenwadel ist aufgefallen, dass der Glaube heute in vielen Familienzusammenhängen eine geringere Rolle spielt als früher. „Ich habe immer versucht, Wege zu finden, wie wir als Kirche öffentlich sichtbar sind.“ Er will Präsenz zeigen, auch auf öffentlichen Veranstaltungen. „Wir müssen viel mehr auf die Menschen zugehen und nicht warten, bis sie zu uns kommen.“

Vor seinem Umzug nach Ispringen war er rund 11 Jahre lang Pfarrer im gut 200 Kilometer entfernten Lörrach. Klett-Kazenwadel ist in Scherzheim in der Nähe von Baden-Baden aufgewachsen, hat nach der Konfirmation Jugendarbeit gemacht und nach dem Abitur Theologie studiert. Im Jahr 2002 legte er sein zweites Theologisches Examen ab. Vor gut einem Jahr ist er mit dem Fahrrad rund 2000 Kilometer weit nach Santiago de Compostela gefahren. „Für mich ein prägendes Erlebnis.“ Klett-Kazenwadel bezeichnet sich als Familienmensch. Er verbringt gerne Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern. Er geht gerne ins Theater, singt und liest Bücher, am liebsten Krimis.

Klett-Kazenwadel wird morgen, 24. September, ab 15 Uhr in einem Gottesdienst offiziell in sein Amt eingeführt.