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Vergiftet ein Hundehasser Köder in Kieselbronn und Umgebung? Die Polizei sagt, dass es dafür keine Beweise gibt. Es handle sich nur um ein Gerücht.
Vergiftet ein Hundehasser Köder in Kieselbronn und Umgebung? Die Polizei sagt, dass es dafür keine Beweise gibt. Es handle sich nur um ein Gerücht. © dpa
02.03.2011

Angeblich vergiftete Hundeköder nur ein Gerücht?

KIESELBRONN. Es gibt Menschen, die fürchten sich vor Hunden. Dann sind da noch Hundehasser, die sich furchtbar über die Vierbeiner aufregen können. Und dann gibt es noch vereinzelt Menschen, die ein perverses Vergnügen daran finden, Hunde zu vergiften. Solch ein kranker Zeitgenosse soll im Umkreis von Kieselbronn sein Unwesen treiben. Doch was dort gerade Gesprächsthema nicht nur unter Hundehaltern ist, entbehrt laut Auskunft der Polizei einer realen Grundlage.

Vor etwa drei Wochen wurde von einer Hundebesitzerin ihr vier Monate alter Hund in eine Tierarztpraxis gebracht, nachdem die Hundebesitzerin Blutrückstände im Kot des Hundes feststellte. Eine vorliegende Analyse des Hundekots ergab keinerlei Hinweise auf eine Vergiftung. Auch scheidet definitiv die Einnahme von Rasierklingen oder anderen scharfen Gegenständen aus.

Zwischenzeitlich gingen sowohl bei der Gemeinde als auch beim Polizeiposten in Kieselbronn vermehrt Hinweise ein, dass in der Umgebung angeblich vergiftete Hundeköder ausgelegt würden. Durch die Ermittlungen der Polizeihundestaffel und des Polizeipostens in Kieselbronn, die der Sache nachgingen, konnte festgestellt werden, dass sämtliche bisher eingegangen Hinweise jeglicher Grundlage entbehren.

Alle Informationen und Hinweise von Zeugen und Hundehaltern wurden nur vom Hörensagen weitergegeben. Außer dem genannten Fall hat sich kein Hundehalter mit einem verletzten oder geschädigten Hund bei der Polizei gemeldet.Weiterhin existiert, wie ebenfalls falsch im Umlauf, kein E-Mail, in dem das Auslegen von präpariertem Köderfutter auf dem Trainingsplatz in Kieselbronn oder in dessen unmittelbarer Umgebung angedroht wird.

Zwischenzeitlich haben offensichtlich die Gerüchte auch die Nachbarortschaften Neulingen, Ölbronn-Dürrn und Eutingen erreicht. Auf Grund der festzustellenden großen Unsicherheit der Hundebesitzer möchte die Polizeidirektion Pforzheim nochmals darauf hinweisen, dass es auch bei den zurückliegenden Verdachtsfällen keinerlei Anhaltspunkte für tatsächliche Vergiftungen gegeben hat. pol