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Nach etwa 40 Minuten wurde die Verhandlung abgebrochen.  Foto: Hepfer/PZ-Archiv 

Angeklagter wirkt wie im Delirium: Maulbronner Richter bricht Verhandlung gegen mutmaßlichen Exhibitionisten vorzeitig ab

Maulbronn. Verwirrt und betrunken erschien ein 60-jähriger Angeklagter aus dem südöstlichen Enzkreis am Dienstag vor dem Amtsgericht Maulbronn. Der Deutsche, der sich in farbenfroher Joggingkleidung und ohne Anwalt vor Richter Bernd Lindner und Oberstaatsanwalt Harald Lustig auf der Anklagebank präsentierte, soll im Juni vergangenen Jahres öffentlich in Heimsheim auf der Mönsheimer Straße mit seinem Geschlechtsteil und geöffneter Hose „herumgewedelt“ haben.

Unabhängig davon soll der Mann, ebenfalls im Frühsommer 2020, in einer Mönsheimer Gaststätte „Heil Hitler“ gerufen haben. Oberstaatsanwaltschaft Lustig wirft dem 60-Jährigen in der Anklageschrift deshalb nicht nur eine exhibitionistische Handlung vor, sondern auch das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“. Bereits vor Beginn der Verhandlung wird im Sitzungssaal mehrfach deutlich, dass mit dem Beschuldigten, der ständig Selbstgespräche führt, etwas nicht stimmt. „Ich kann mich selbst verteidigen. Ich wollte früher Jura studieren“, ruft der Mann vor Gericht dazwischen. Doch genau daran hat Richter Lindner seine Zweifel und bricht nach rund 40 Minuten die Verhandlung ab. Mehr über den Prozess vor dem Maulbronner Amtsgericht lesen Sie am Mittwoch, 24. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.