nach oben
Streusalz zur Vorsorge: Der Winterdienst der Straßenmeisterei – hier beim A 8-Anschluss Pforzheim-West – streute die Straßen schon am Freitag vor dem Regen ab. Mit einigem Erfolg. Fotos: Ketterl/Keller (2)
Streusalz zur Vorsorge: Der Winterdienst der Straßenmeisterei – hier beim A 8-Anschluss Pforzheim-West – streute die Straßen schon am Freitag vor dem Regen ab. Mit einigem Erfolg. Fotos: Ketterl/Keller (2)
Dennis Keller sorgt für festen Tritt.
Dennis Keller sorgt für festen Tritt.
Der Winter macht Pause: Krimmhild und Heinz Keller bei Ersingen.
Der Winter macht Pause: Krimmhild und Heinz Keller bei Ersingen.
24.01.2016

Angekündigte Glatteis-Gefahr: Regen sorgt für zahlreiche Unfälle

Es war eine Gefahr mit Ansage. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Freitagmittag eine Wetterwarnung für die gesamte Region herausgegeben. Weil der Tag mit Minusgraden unterfrorenen Straßen begonnen hatte, blickten die Meteorologen bange auf die angekündigten Regenfälle in der Nacht auf Samstag. „Die klassische Wetterlage für Blitzeis“, hatte Christian Kronfeldner vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage der PZ das Risiko umschrieben. Die PZ hatte die Autofahrer übers Internet gewarnt.

Und die Straßenmeisterei des Enzkreises arbeitete vor. Chef Heinrich Elwert hatte seine Fahrer am Freitag um 18 Uhr ausschwärmen lassen, um die Straßen der Region vorsorglich abzustreuen. In der Nacht ging der Einsatz dann weiter.

Tatsächlich zeigte die Vorbereitung auf den gefährlichen Regen laut Polizei offenbar Wirkung. Zwar bildete sich tatsächlich verbreitet Glatteis, als die Niederschläge in der Nacht kamen. Und einige Unfälle waren auch zu verzeichnen. Allerdings waren es insgesamt 37 im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe – und die meisten davon ließen glimpflich ab. So meldete es die Polizei am Samstag. Sie zollte den Streudiensten Lob für ihren Einsatz. Der schwerste Unfall war zudem gar nicht dem Blitzeis geschuldet. Bereits gegen 21.15 Uhr am Freitag war ein von einem 17-Jährigen gesteuerter Traktor auf einem schneebedeckten Waldweg zwischen Langenbrand und Grunbach umgekippt und gegen einen Baum gestoßen. Der junge Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Ansonsten blieb es laut Polizei bei Sachschäden, die sich letztlich auf rund 122 000 Euro summierten.

Schwierig war es ganz früh morgens beispielsweise für Zeitungsausträger der PZ, von denen einige in der Dunkelheit stürzten, sich aber nicht schwerer verletzten. Die schnell steigenden Temperaturen machten dann nicht nur der Rutschgefahr früh den Garaus, sondern vertrieben auch das winterliche Weiß aus den tieferen Lagen. Am Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst sogar zweistellige Plusgrade bis hinauf ins Bergland.