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Immer wieder werden Meldungen von vergifteten Ködern laut. Auch Grunbach hat es nun wohl getroffen. Foto: dpa-archiv
Immer wieder werden Meldungen von vergifteten Ködern laut. Auch Grunbach hat es nun wohl getroffen. Foto: dpa-archiv
10.02.2018

Angst und Ärger wegen Giftködern in Grunbach

Engelsbrand-Grunbach. Hunde- und Katzenbesitzer aus Grunbach und Umgebung laufen im Internet zurzeit Sturm. Es geht um Giftköder, die am Gaisackerweg auf mehreren Feldern ausgelegt worden sein sollen. Mehrere Tiere haben laut einer Nutzerin des sozialen Netzwerks Facebook die vergifteten Leckerli schon geschluckt. Eine Frau berichtet in dem sozialen Netzwerk, dass ihre Katze verendet sei. Der Polizei sind zwei Fälle bekannt, bei denen beide Vierbeiner Symptome einer Vergiftung gezeigt haben, jedoch nicht gestorben sind.

Ein Fall habe sich bereits Anfang Januar abgespielt, sei aber erst vor einigen Tagen zur Anzeige gebracht worden, teilt ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Karlsruhe mit. Dabei habe ein Hund etwas auf einem Feld in besagter Straße in Grunbach gefressen. „Die Untersuchung des Tiers hat ergeben, dass aller Wahrscheinlichkeit auch Rattengift dabei war“, so der Polizeisprecher weiter. Verendet sei der Vierbeiner aber nicht.

Und auch von einem Fall mit einem Kater weiß die Pressestelle des Polizeipräsidiums. Dieser habe Anfang Februar Symptome gezeigt, die auf Rattengift hindeuteten. Jedoch sei auch er nach aktueller Kenntnis nicht gestorben.

Die Besitzerin schildert den Vorfall wenig später am Telefon. Ihr Hauskater sei vergangenen Sonntag nur einige Minuten im Garten gewesen und habe tags darauf mehrfach Galle gespuckt und nicht einmal mehr den Kopf heben können. „Die Tierärztin hat die Situation sofort erkannt. Ein Bluttest hat dann ein Rattengift bestätigt, das in Deutschland nicht erhältlich ist“, so die Frau, die am Gaisackerweg wohnt. „Mein Kater hat gerade noch so überlebt. Doch was ist, wenn meine vierjährige Tochter so etwas in die Finger bekommt?“, fragt sich die Mutter.

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