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07.10.2014

Anklage wegen Lotto-Betrugs

Enzkreis/Pforzheim. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat nach umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Betrugssystem „Lotto 3000“ gegen vier Personen aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Anklage erhoben. Das teilte die Behörde mit.

Unter anderem geht es um die Vorwürfe der Erpressung, strafbarer Werbung und Betrugs in einer Vielzahl von Fällen. Darunter sind allein rund 40 Vorkommnisse in Pforzheim und im Enzkreis, bei denen Menschen abgezockt worden sein sollen, wie die PZ mehrmals berichtete. Die zwei Haupttäter, darunter ein Rechtsanwalt aus Heidelberg, sollen im Jahr 2011 über vier verschiedene Call-Center unter Angabe falscher Versprechen eine angebliche Lottospielgemeinschaft an meist ältere Leute im Bundesgebiet vertrieben haben. Gesetzlich vorgesehene Widerrufsmöglichkeiten seien bewusst verschleiert und aufgenommene Telefonate durch digitales Schneiden manipuliert worden sein, heißt es. Sofern sich die Geschädigten weigerten, geforderte Gelder zu bezahlen, sollen ihnen Mahnungen und Anwaltsschreiben übersandt und gedroht worden sein. Darüber hinaus sollen die Angeschuldigten ein System des „Telefonterrors“ eingeführt haben, heißt es weiter. pm/kn