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Im morgendlichen Berufsverkehr staut es sich in Büchenbronn. Fotos: Ketterl
Tankstellen-Mitarbeiterin Cigdem Kubat (Wilhelmshöhe Neuenbürg)
Pflegedienstleiterin Danijela Balja (links) von der Diakoniestation Neuenbürg und Geschäftsführerin Andrea Lutz klagen über zu lange Fahrzeiten zu den Patienten.
Staufalle auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe: Birgit Dreja vom Autohaus Stolze und Autohändler Salim Abed zeigen den PZ-Text zum Umleitungschaos.
Ida Schreiter, Verkäuferin Treff-3000-Supermarkt (Bahnhofstr. Neuenbürg)
Wegen der Sperrung der B 294 in Neuenbürg kurz nach dem Schlossbergtunnel ist der Umsatz von Kiosk-Pächter Andreas Kunze eingebrochen.
30.09.2016

Anwohner und Einzelhändler: Staus in der Region gehen auf die Nerven

Enzkreis/Pforzheim. Große Straßenbaustellen haben weiträumige Folgen. Das galt in der Region vor allem in den vergangenen vier Wochen, als die Bundesstraßen im Enz- und im Nagoldtal zeitgleich gesperrt waren. Beispielsweise für Büchenbronn brachte dieser Umstand lange Staus. Immerhin steht die Sperrung im Nagoldtal vor dem Ende. Die PZ hat eine Zwischenbilanz gezogen und sich bei Anwohnern der Umleitungen umgehört. Deren Nerven sind angespannt. Zumal an der B 294 in Neuenbürg weiter gebaut wird.

Mit dem Auto, Bus oder Laster zwischen Birkenfeld, Neuenbürg und Bad Wildbad unterwegs zu sein, macht derzeit nicht besonders Laune. Grund dafür ist die Sanierung der Bundesstraße B 294 im Enztal bei Neuenbürg. Wegen der dortigen Sperrung müssen Pendler Kilometer lange Staus und Umwege in Kauf nehmen. Ähnliches galt bislang auch auf der Strecke zwischen Unterreichenbach, Grunbach und Büchenbronn. Doch in diesem Fall wird die Sperrung im Nagoldtal zwischen Dillweißenstein und Unterreichbach am Wochenende aufgehoben und der Verkehr kann wieder normal fließen.

Bildergalerie: Umleitung durch Büchenbronn: Hohes Verkehrsaufkommen

Doch die Belastung für die Anwohner bleibt hoch. Deshalb hat die „Pforzheimer Zeitung“ das Umleitungschaos genauer unter die Lupe genommen und die Betroffenen auf der Strecke befragt.

Besonders stark ist das Verkehrsaufkommen von Birkenfeld Richtung Enztal bis nach Bad Wildbad. Auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe läuft der Berufsverkehr morgens von sechs bis neun Uhr über mehrere Kilometer nur noch im Schneckentempo. „Wir haben hier Dauerstau“, sagt Birgit Dreja, die im Autohaus Stolze arbeitet und jeden Morgen von Engelsbrand nach Neuenbürg pendelt. „Wenn bald auch noch das Grösseltal wegen Holzfällarbeiten gesperrt ist, wird es ganz übel für mich.“ In der benachbarten Total-Tankstelle kann man der Lage aber trotzdem etwas Gutes abgewinnen. „Vor allem vormittags ist bei uns jetzt mehr Kunden-Betrieb“, sagt Mitarbeiterin Cigdem Kubat.

Wer den Weg von der Wilhelmshöhe allerdings in den Neuenbürger Stadtkern einschlagen muss, ist ebenso schlimm dran. Denn dort ist auch noch die Bahnhofstraße wegen einer Enzbrücken-Sanierung für Auto- und Lkw-Fahrer gesperrt. Darunter leidet insbesondere der Treff-3000-Supermarkt, für viele die einzige Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt. „Wir haben Baustelle und Sackgasse direkt vor der Nase. Die durchfahrende Kundschaft bricht weg“, betont Verkäuferin Ida Schreiter.

Über genügend Durchgangsverkehr kann sich das Gasthaus Eyachbrücke, einige Kilometer weiter im Enztal, dagegen nicht beklagen. Denn die Umleitung Richtung Höfen und Bad Wildbad führt zurzeit über Straubenhardt genau an der Eyachbrücke vorbei. „Die Gästezahlen sind stabil geblieben“, sagt Koch und Betreiber Dieter Junglas. „Dafür geht einem die Lärmbelästigung besonders durch vorbeifahrende Lkws wahnsinnig auf die Nerven.“

Weitere Eindrücke und Meinungen finden Sie in unserem Video.

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