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Befürworter und Gegner der Eisinger Pläne für eine Asylunterkunft diskutierten gestern Abend in der Bohrrainhalle leidenschaftlich. Auf dem Podium von rechts: Grundschulleiter Dietrich Gerhards, der die Unterkunft befürwortet, und die Kritiker Roy Molnar, Susanne Wenzlaff, Yvonne Rygiel. Foto: Meyer
Befürworter und Gegner der Eisinger Pläne für eine Asylunterkunft diskutierten gestern Abend in der Bohrrainhalle leidenschaftlich. Auf dem Podium von rechts: Grundschulleiter Dietrich Gerhards, der die Unterkunft befürwortet, und die Kritiker Roy Molnar, Susanne Wenzlaff, Yvonne Rygiel. Foto: Meyer
18.09.2015

Asyl-Debatte in Eisingen mit offenem Visier: Bürgerentscheid steht bevor

Eisingen. Eisingen steht vor Bürgerentscheid über Asylunterkunft bei der Schule. Beim Infoabend der Kritiker der Pläne wurde sehr kontrovers diskutiert.

Über einen gemeinsamen Diskussionsabend zum Eisinger Gemeinderatsbeschluss vom April, Flüchtlinge in der ungenutzten alten Turnhalle bei der Schule unterzubringen, konnten sich Verwaltung und die kritische Bürgerinitiative nicht einigen. Gestern Abend hatten die Kritiker nun alleine in die Bohrrainhalle eingeladen, um ihre Bedenken zu erläutern. Rund 150 Zuhörer waren gekommen. Bürgermeister Thomas Karst war dem Abend nach dem Scheitern der gemeinsamen Veranstaltung fern geblieben.

Am Sonntag sind rund 3700 Wahlberechtigte aufgerufen, über die Unterkunftspläne abzustimmen. Die Frage des Bürgerentscheids am Sonntag lautet: „Sind Sie dafür, dass der Gemeinderatsbeschluss vom 21. April 2015 aufgehoben wird und die ‚Alte Sporthalle‘ nicht dem Landratsamt Enzkreis für die Unterbringung von Asylbewerbern/Flüchtlingen überlassen wird?“ Wer „Nein“ ankreuzt, unterstützt die Haltung der Ratsmehrheit. Wer die Kritik der Bürgerinitiative teilt, muss „Ja“ ankreuzen.

Die Vertreter der Bürgerinitiative, Yvonne Rygiel, Susanne Wenzlaff und Roy Molnar, erhielten für ihre Bedenken über den Standort und die Arrt der Unterbringung aus dem Saal Applaus aber auch Kritik. Auf dem Podium sprach sich beispielsweise Grundschulleiter Dietrich Gerhards dafür aus, eine leerstehende Halle nicht zu verweigern, wenn andernorts Hallen zu Unterkünften würden, die Schulen oder Vereine zuvor noch genutzt hätten. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.