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Norbert Held fürchtet um seine Privatsphäre und um die Sicherheit seiner Familie, falls hier neben seinem Haus auf dem ehemaligen BayWa-Gelände im Neuenbürger Rittergarten rund 120 Flüchtlinge unterkommen sollten. Foto: Hepfer
Norbert Held fürchtet um seine Privatsphäre und um die Sicherheit seiner Familie, falls hier neben seinem Haus auf dem ehemaligen BayWa-Gelände im Neuenbürger Rittergarten rund 120 Flüchtlinge unterkommen sollten. Foto: Hepfer
18.01.2016

Asyl-Planungen in Neuenbürg: Bürger klagen über Informationsmangel

Als „katastrophal“ hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Bächle im Dezember auf einer Gemeinderatssitzung in Mühlacker die Informationspolitik des Landkreises zur Unterbringung weiterer Flüchtlinge in der Senderstadt bezeichnet. Bächle hatte damals mehr Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung gefordert.

Doch laut Kreis-Sozialdezernentin Katja Kreeb befindet sich der Kreis längst im „Notfallmodus“. Es handle sich aktuell um über 100 Objekte in der Region, so Kreeb. „Da können wir nicht immer rechtzeitig die betroffenen Bürger über ihre Kommunen informieren“, sagt sie. Außerdem lieferten gerade auch die Landesaufnahmestellen oft keine verbindlichen Informationen. „Wir stampfen Projekte aus dem Boden, die normalerweise eine monatelange Vorbereitung bräuchten“, betont Kreeb.

Vor vollendeten Tatsachen

Dass eine solche Situation zu Unmut und Ärger führen kann, haben kürzlich die Beschwerden von Arnbacher Bürgern wegen des nicht angekündigten Einzugs von Asylbewerbern in ein privates Wohnhaus gezeigt (PZ berichtete). Auch der Plan des Landkreises, in der Neuenbürger Kernstadt das ehemalige BayWa-Gelände in der Nähe des Süd-Bahnhofs, das der Bahn gehört, als Unterkunft für 120 Flüchtlinge zu nutzen, sorgt nun für Aufregung bei einer Anwohnerfamilie. „Wir sind kurzfristig von der Gemeinde informiert worden und quasi über Nacht vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, ärgert sich Norbert Held, der im Gebäude auch seine Oldtimer-Sammlung untergebracht hat.

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