Asylbewerbern aus Gambia droht die Abschiebung

Ipringen. Der Ispringer Freundeskreis Asyl hat im Gemeinderat über seine Aktivitäten berichtet.

Sprecherin Ingrid Vogt informierte das Gremium über die Tätigkeit der rund zwölf Aktiven. Gegründet worden war der Arbeitskreis im Sommer 2015. Zu den Tätigkeiten zählen das internationale Café im Bürgerhaus Regenbogen und die Kleiderkammer „Wäschekorb“ im Untergeschoss des Rathauses. Weitere Betreuungsfelder sind die Hilfe bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen, bei der Sprachförderung und bei der Hausaufgabenbetreuung. Ein Team des Freundeskreises befasst sich mit der Arbeitsvermittlung.

Wie Hildegard Baumeister berichtete, war man mit der Unterbringung von bisher 15 Asylbewerbern auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich. Sie macht aber auch deutlich, dass das Fehlen von Sprachkenntnissen ein Problem darstellt. Es müsse allerdings dazu auch die Bereitschaft der Betroffenen vorliegen, die Sprachbarriere zu überwinden. Wie Baumeister weiter sagt, gibt es neben dem großen Anteil der an Arbeit Interessierten auch Fälle, in denen die Betroffenen nicht gerne arbeiten wollen. Da könne manchmal eben auch der bezahlte Lohn mit den zustehenden Sozialleistungen einschließlich Kindergeld nicht mithalten. Ingrid Vogt wies im Fall der in Ispringen lebenden Asylbewerber aus Gambia darauf hin, dass viele von ihnen gearbeitet hätten. Da Gambia aber als ein sicheres Land gelte, drohe einigen der Asylbewerber die Abschiebung. Überhaupt gestalte sich deren Anerkennung als Flüchtlinge schwierig, weil sie keine Papiere besitzen.

Seitens des Freundeskreises Asyl besteht der Wunsch, dass mehr Wohnraum zur Verfügung gestellt wird und dass sich der Zustand in den Häusern, in denen die Flüchtlinge untergebracht sind, verbessert. Großes Lob und Anerkennung für das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Mitwirkenden im Freundeskreis sprachen sowohl Bürgermeister Thomas Zeilmeier wie auch die vier Gemeinderatsfraktionen aus. Seitens der Gemeinde betreut Sozialarbeiterin Nadia Khalil zusammen mit dem Integrationsmanager des Internationalen Bundes (IB), Andreas Böhringer, die Flüchtlinge.