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14.12.2015

Asylkrise prägt die Finanzen des Enzkreises

Wohl noch nie hat ein Thema die Diskussionen um den Haushalt fürs nächste Jahr so stark bestimmt wie diesmal der Flüchtlingsandrang im Enzkreis. Alle Sprecher der fünf Fraktionen im Kreistag stellten bei ihren Reden zum Etat 2016 die Asylkrise in den Mittelpunkt.

Rund 13,8 Millionen Euro hat Finanzdezernent Frank Stephan im kommenden Jahr allein für den Bau von Containerheimen veranschlagt. Die Kreisräte tragen die hohen Investitionen einmütig mit.

Doch die Fraktionen wiesen bereits auf den nächsten Kraftakt hin. Da kommendes Jahr zahlreiche Asylbewerber ein Bleiberecht bekommen, müssen jetzt die Städte und Gemeinden mehr Wohnräume anbieten. Für die bisherigen Notunterkünfte ist der Landkreis verantwortlich, für die anschließende Unterbringung aber die Kommunen. Die Kreisverwaltung solle im Schulterschluss mit den Gemeinden ein Wohnungsbauprogramm auflegen, forderten die Kreistagsfraktionen übereinstimmend.

6000 Personen Ende 2016 da

Die Zahl der Flüchtlinge im Enzkreis steigt und steigt. 2500 sind es laut Landratsamt dieses Jahr, im nächsten rechnet die Kreisverwaltung mit weiteren 3500 Einwanderern – Ende 2016 werden 6000 Personen hier sein.

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