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Stein des Anstoßes: In der Nähe zum Gewerbegebiet Allmendwiesen in Königsbach plant der Enzkreis Wohncontainer für bis zu 84 Flüchtlinge. Darüber hätte die Verwaltung in einer mehrstündigen Veranstaltung gesondert informieren und diskutieren müssen, statt nur in der aktuellen Ratssitzung eine 20-minütige Fragerunde zuzulassen, finden erregte Bürger. Faulhaber
Stein des Anstoßes: In der Nähe zum Gewerbegebiet Allmendwiesen in Königsbach plant der Enzkreis Wohncontainer für bis zu 84 Flüchtlinge. Darüber hätte die Verwaltung in einer mehrstündigen Veranstaltung gesondert informieren und diskutieren müssen, statt nur in der aktuellen Ratssitzung eine 20-minütige Fragerunde zuzulassen, finden erregte Bürger. Faulhaber
Heiko Genthner, Bürgermeister von  Königsbach-Stein, verteidigt sein Vorgehen. Foto: Seibel, Archiv
Heiko Genthner, Bürgermeister von Königsbach-Stein, verteidigt sein Vorgehen. Foto: Seibel, Archiv
19.11.2015

Asylpläne: Bürger sind empört über mangelnde Informationspolitik

Königsbach-Stein. Der Unmut ist groß in Königsbach. Grund: die nach Ansicht der Kritiker mangelhafte Informationspolitik der Gemeinde zur geplanten Container-Anlage für 84 Asylbewerber. „Bei so einem hochsensiblen Thema muss es eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, das machen andere Gemeinden vor“, meint zum Beispiel Gerhard Becker, direkter Nachbar der geplanten Wohncontainer. „Hier wird das in einem Hau-Ruck-Verfahren durchgezogen, das ist wirklich schlimm.“ Die Bürger hätten im Vorfeld keinerlei Informationen gehabt.

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für das Projekt gegeben (PZ hat berichtet). Danach soll am Standort „Bruhrain“ eine Wohncontainer-Anlage für bis zu 84 Asylbewerber gebaut werden. Die Anlage sei vorläufig für zehn Jahre geplant, hieß es. Das Gelände wird dem Enzkreis kostenlos überlassen, es soll nach Ende der Nutzung in seiner jetzigen Form wieder hergestellt werden. Außerdem wurde angekündigt, dass die Gemeinde einen weiteren Standort in Stein bestimmen will.

In die Sitzung waren 150 Bürger gekommen, die sich für das Thema interessierten. Bürgermeister Heiko Genthner gab ihnen 20 Minuten lang die Möglichkeit, Fragen zu stellen. „Das ist doch viel zu wenig bei so einem Thema“, ärgert sich Gerhard Becker.

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