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Bereits im März sollen im ehemaligen Altenheim in Steinegg bis zu 50 Asylbewerber Platz finden. Foto: Ketterl
Bereits im März sollen im ehemaligen Altenheim in Steinegg bis zu 50 Asylbewerber Platz finden. Foto: Ketterl
17.12.2013

Asylpolitik im Enzkreis: Schwierige Suche nach Wohnraum

Enzkreis. Wolfgang Herz, Stellvertreter des Landrats, zur Asylpolitik im Enzkreis: Massiver Zustrom macht Suche nach Wohnraum extrem schwierig.

Der Erste Landesbeamte des Enzkreises, Wolfgang Herz, nimmt kein Blatt vor den Mund. Weil der Kreis monatlich 30 Asylsuchende zugewiesen bekomme und auch für das nächste Jahr mit keinerlei Entspannung zu rechnen sei, suche man händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten. Herz zur Wohnraumsuche: „Wir leben von der Hand in den Mund.“

Nun bestätigte der Enzkreis, dass der Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung am Montag beschlossen habe, im Neuhausener Ortsteil Steinegg eine neue Unterkunft für rund 50 Asylbewerber einzurichten. Deshalb habe der Kreistag dem Erwerb des ehemaligen Altenpflegeheims St. Josef zugestimmt. In der Pressemitteilung aus dem Landratsamt heißt es: „Nach Durchführung des erforderlichen baurechtlichen Verfahrens und der Einrichtung des Gebäudes kann eine erste Belegung mit Asylsuchenden voraussichtlich im März 2014 erfolgen.“

Bereits Ende letzter Woche war die Thematik im Neuhausener Gemeinderat innerhalb der Bürgerfrageviertelstunde öffentlich geworden. Eine Bürgerin, die die Materie selbst im Kreishaus recherchiert hatte, sprach die Folgenutzung des ehemaligen Altenheims in Steinegg an. Seitdem wird das Thema unter den Bürgern diskutiert. Neuhausens Bürgermeister Oliver Korz ist froh darüber, dass die Angelegenheit nun publik ist. Nun lägen die Fakten auf dem Tisch und ermöglichten eine öffentliche Aussprache. In der Bürgerschaft sei die Stimmungslage durchwachsen. Steinegg sei mit 1000 Einwohnern nicht allzu groß und um soziale Konflikte zu vermeiden, müsse eine sozialverträgliche Lösung angestrebt werden. Hinzu komme, dass im baurechtlichen Verfahren der Gemeinderat mitdiskutiere und die Anlieger zu hören seien. Letztere könnten Anregungen und Einsprüche geltend machen, wenn sie dies für richtig hielten.

Der vollständige, wesentlich umfangreichere Artikel kann in der „Pforzheimer Zeitung“ gelesen werden.

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