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Die Polizei ermittelt gegen einen Mann aus dem Enzkreis. Er wird verdächtigt, einen Polizist bei dem Ausschreitungen im Rahmen von Stuttgart 21 massiv verletzt zu haben.
Die Polizei ermittelt gegen einen Mann aus dem Enzkreis. Er wird verdächtigt, einen Polizist bei dem Ausschreitungen im Rahmen von Stuttgart 21 massiv verletzt zu haben. © Symbolbild: dpa
30.06.2011

Attacke gegen S21-Polizisten: Tatverdächtiger aus Enzkreis

Ein Mann aus dem Enzkreis soll bei den jüngsten Auseinandersetzungen um den geplanten Tiefbahnhof Stuttgart 21 einen Stuttgarter Polizisten angegriffen haben. Kriminalbeamte hätten jetzt einen zweiten Tatverdächtigen ermittelt, der ebenfalls im Verdacht stehe, am 20. Juni auf dem Bauplatz für das Grundwassermanagement des künftigen Bahnhofs einen Polizisten schwer verletzt zu haben, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart.

Ermittlungen und weitere Videoauswertungen hätten zu einem 38 Jahre alten Mann, aus dem Enzkreis geführt, so der Pressesprecher. Mehrere Hundert Aktivisten hatten nach einer Kundgebung den Zaun zum Baustellengelände niedergerissen und das Gelände gestürmt. Eine zivile Polizeistreife wurde bei der Kontrolle einer Person, die kurz zuvor offenbar eine Sachbeschädigung begangen hatte, von mehreren Demonstranten angegriffen. Dabei sei ein 42-jähriger Beamte schwer verletzt worden. „Der Polizist befinde sich gesundheitlich auf dem Weg der Besserung, seinen Dienst konnte er jedoch noch nicht wieder aufnehmen“, erklärte das Polizeipräsidium.

Vor wenigen Tagen wurde in Stuttgart-Bad Cannstatt ein 49 Jahre alter Mann festgenommen. Dieser Tatverdächtige, der wegen weiterer Delikte bei der Polizei bekannt ist und keinen festen Wohnsitz hat, musste im Gefängnis bleiben. Ihm wird gefährliche Körperverletzung und versuchter schwerer Raub vorgeworfen, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei mit.

Bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Enzkreis beschlagnahmten die ermittelnden Beamten Beweismaterial, das noch ausgewertet werden müsse, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums. „Der bislang polizeilich noch nicht in Erscheinung getretene Tatverdächtige machte bislang keine Angaben zu den Tatvorwürfen“, so die Stuttgarter Polizei. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart sei der 38-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Er müsse ebenfalls mit Anzeigen wegen versuchten schweren Raubes und wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung rechnen. rst

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