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Im Bild: Ein Pärchen der Rostroten Mauerbiene. Fotos: Blühende Naturparke
Im Bild: Ein Pärchen der Rostroten Mauerbiene. Fotos: Blühende Naturparke
Die außergewöhnliche, aber gefährdete Senf-Blauschillersandbiene am Raps.
Die außergewöhnliche, aber gefährdete Senf-Blauschillersandbiene am Raps.
23.01.2019

Auch in der Region unterwegs: Beeindruckende Wildbienen im Fokus der Naturschützer

Enzkreis. Neben der Senf-Blauschillersandbiene als Wildbiene des Jahres wurde die Rostrote Mauerbiene zum Insekt des Jahres gewählt. „Die Wahl hilft, die Aufmerksamkeit auf die faszinierende Welt der Wildbienen zu lenken und dafür zu sensibilisieren, wie gefährdet viele der noch rund 560 Wildbienenarten in Deutschland sind“, erläutert Julia Mack vom Projektmanagement Blühende Naturparke Baden-Württemberg.

Auf Anfrage der Redaktion sagt Silke Pérel aus Pinache vom Bezirksbienenzüchterverein Mittlere Enz: „Die Rostrote Mauerbiene habe ich auf jeden Fall schon hier gesehen.“ Die Senf-Blauschillersandbiene hingegen, die auch den Namen Schwarzblaue Sandbiene trägt, habe sie bewusst in Pinache noch nicht wahrgenommen.

Der Arbeitskreis Wildbienen-Kataster mit Sitz in Stuttgart und der Nabu-Bundesfachauschuss für Entomologie mit Sitz in Bielefeld zeichneten für die Auswahl verantwortlich. Dass es dieses Jahr eine Wildbiene auf das Treppchen des Insekts des Jahres geschafft hat, freut denn auch viele Umweltschützer, sagt Julia Mack: „Viele denken bei der Blütenbestäubung nur an die Honigbiene. Dass die Wildbienen vor allem bei schwierigeren Witterungsbedingungen einen großen Teil der Bestäubungsleistung übernehmen, ist oft nicht bekannt.“ so die Biologin von den Blühenden Naturparken. Die Projektmitarbeiterin meint: „Die Rostrote Mauerbiene ist noch nicht bedroht.“

Der Name der Wildbiene des Jahres wirke ziemlich kompliziert, so Mack: Senf-Blauschillersandbiene, das klingt nach Zungenbrecher. Allerdings habe der lange Name seine Berechtigung: Für eine Biene doch überraschend, schimmern die Flügel und der Hinterleib dieser Art typisch blau. Auch die beachtliche Körpergröße von 13 bis 15 Millimetern fällt auf. Die Sandbiene nistet wie 75 Prozent aller Wildbienen unterirdisch und bevorzugt dabei regengeschützte Plätze an Steilwänden in Sand, Löss oder Lehm. Hauptsächlich ernährt sie sich von Pollen und Nektar des Ackersenfs und kommt daher fast ausschließlich in Ackerbaugebieten vor.

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