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Symbolbild: dpa
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14.09.2017

Auch künftig sind Anlagen in Engelsbrand tabu – Artenschutz schließt Flächen aus

Engelsbrand. Damit mögliche Windkraftanlagen in Engelsbrand in einigen Jahren nicht wieder Staub aufwirbeln und für Diskussionen und langwierige Verfahren sorgen, gibt es Untersuchungen, den Windkraftanlagen in Engelsbrand aus Artenschutzgründen auch künftig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Bernd Clauss von der Nabu-Ortsgruppe Engelsbrand stellte die Aufzeichnungen, Beobachtungen und das Gutachten auf Anregung der Fraktion „Lebenswertes Engelsbrand“ im Gemeinderat vor. Ein Thema, das bei der Bevölkerung auf großes Interesse stieß, so dass der Sitzungssaal durch das Aufschieben von flexiblen Wänden rasch vergrößert wurde.

Der Teilfortschreibung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen wird auch künftig der Garaus gemacht, denn im potenziellen Gebiet sind Rotmilane, Baumfalke und Wespenbussard zu Hause. Nach den Ausführungen und der Stellungnahme des Nabu gibt es dort sogar ein Dichtezentrum für Rotmilane. Das liegt dann vor, wenn in einem Radius von 3,3 Kilometern um eine geplante Windenergieanlage mindestens drei Revierpaare vorkommen. Im Gebiet um Engelsbrand sind es gar fünf. Die Ergebnisse belegten auch, so Clauss, dass für den bebrüteten Rotmilan-Horst und dessen Brutvögel, im Radius von 1000 Metern, so die Vorschrift in Baden-Württemberg, bezüglich des Abstands zu Windkrafträdern, so gut wie keine Nahrung für die Vögel zu finden ist, da das dortige Nahrungsangebot bei weitem nicht ausreiche. Denn bei der Aufzucht der Jungvögel müssten die Altvögel zwischen zwei bis drei Kilometer pro Nahrungseintrag zurücklegen und so das potenzielle Windkraftanlagengebiet überfliegen.

An den Erkenntnissen, Ergebnissen und Untersuchungen hatte Bürgermeister Bastian Rosenau keine Zweifel betonte jedoch: „Wir wollen wie in den letzten fünf Jahren ein sauberes Verfahren.“ Mit ein Grund, weshalb die Unterlagen nun noch einmal über den Tisch eines Juristen gehen.

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