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Mit dem Aufhebeln von Fenstern und Türen wie auf diesem Symbolbild dargestellt, verschafften sich die Täter Zutritt zu den Wohnungen. Symbolbild: dpa
Mit dem Aufhebeln von Fenstern und Türen wie auf diesem Symbolbild dargestellt, verschafften sich die Täter Zutritt zu den Wohnungen. Symbolbild: dpa
09.09.2015

Auf Diebestour im Enzkreis: Einbrecherduo aus Serbien vor Gericht

Seit einiger Zeit halten Einbruchsserien im Enzkreis die Polizei auf Trab. Vermutungen, dass hinter den Taten auch Gruppen aus dem Ausland stecken, kommen immer wieder auf. Ein Einbrecherduo aus Serbien steht nun in Pforzheim vor Gericht.

Staatsanwältin Christine Roschinski verlas die Anklage: So sollen die beiden 37 und 38 Jahre alten Männer im Januar und Februar dieses Jahres gemeinschaftlich zehn Einbrüche in den Enzkreisgemeinden Straubenhardt, Remchingen, Keltern und Knittlingen sowie in Oberderdingen, Iffezheim und Weingarten begangen haben. Beide Angeklagten zeigten sich geständig.

Die Masche, um in die Häuser zu gelangen, war dabei immer die Gleiche: Der Ältere der beiden Männer klingelte zunächst beim ausgesuchten Objekt an der Haustür. Sobald niemand öffnete, verständigte er seinen Komplizen. Der hebelte dann von der Straße abgewandte Fenster oder Türen auf und durchsuchte die Wohnräume. Währenddessen stand der Ältere vor dem Gebäude Schmiere, um seinen Komplizen vor möglichen Zeugen wie etwa Fußgängern oder Nachbarn warnen zu können. Den ersten Einbruch hatten die Männer bereits im Januar dieses Jahres begangen, die neun weiteren Taten folgten an gerade einmal zwölf Tagen im Februar.

Die Einbrecher konnten bei acht der Taten Diebesgut in Form von Schmuck und Bargeld sowie eine Fotoausrüstung im Wert von insgesamt mehreren Tausend Euro erbeuten. Der 37-Jährige brachte die gestohlenen Dinge dann mit dem Auto nach Serbien, um sie dort zu verkaufen. Zudem hinterließen die Männer an allen Tatorten Sachschäden im drei- und vierstelligen Bereich.

Bei einem weiteren Einbruch in Wurmberg, den einer der Angeklagten im Januar 2014 im Alleingang durchführte, will die Bewohnerin des Hauses zwar die Polizei verständigt haben, dennoch konnte der 37-Jährige fliehen. Erst seit März dieses Jahres sitzen beide Männer in Untersuchungshaft. Wie sie gefasst werden konnten, wird vom Gericht im Zuge der Verhandlungen noch bekannt gegeben. Die Angeklagten sind gebürtige Serben, haben jedoch Bekannte in Karlsruhe und Pforzheim, die sie öfter besucht haben. Um ein Urteil fällen zu können, hält Richter Andreas Heidrich die Verlesung polizeilicher Vernehmungsprotokolle in der nächsten Sitzung für nötig.

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