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Als Nachtwächter auf der Hut: Jonathan Danigel (links) führt die Zuschauer am Neuenbürger Kirchplatz in die Geschichte der Stadt ein. Foto: Hegel

Auf Nachtwächters Spur: Neuenbürgs Geschichte bei Spaziergang durch die Stadt inszeniert

Neuenbürg. Auf den Glockenschlag genau um 19 Uhr stapft der Nachtwächter die Treppen der Stadtbibliothek am Kirchplatz herunter. „Menschenwachen kann nichts nützen. Gott muss wachen. Gott muss schützen“, singt er das offizielle Lied, das die Wächter damals an 18 Stellen in Neuenbürg bei Einbruch der Nacht vorzutragen hatten. Anschließend führt er die 50-köpfige Zuschauergruppe beim „Projekt Zeitreise“ auf sieben Stationen durch die Gassen der Innenstadt. Vom Dachboden des alten Gerichts geht es bis in einen alten Luftschutzbunker: Hautnah wird die Geschichte Neuenbürgs von 1274 bis heute erlebbar.

Er, das ist – mit Hellebarde und Laterne bewaffnet – Jonathan Danigel, der die Inszenierung geschrieben und die Proben geleitet hat. „Immer am zweiten Weihnachtsfeiertag überlege ich mir: Was stelle ich im nächsten Jahr so an“, erzählt Danigel, der beruflich in der Organisation der Bayreuther Festspiele mitwirkt.

Knapp ein halbes Jahr hat sich der 26-Jährige dafür mithilfe des Fördervereins „Kultur im Schloss“ in die Geschichte der Stadt eingelesen. Herausgekommen ist mit dem „Projekt Zeitreise“ sein Regie-Debüt – und das hat es in sich.

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