Kultusministerin und Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU) beantwortet die Fragen der Zuhörer bei Omnibus-Binder in Wurmberg
Kultusministerin und Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU) beantwortet die Fragen der Zuhörer bei Omnibus-Binder in Wurmberg. 

Auf Wahlkampftour in Wurmberg: Kultusministerin Eisenmann erteilt Schulschließungen Absage

Wurmberg. Kultusministerin Susanne Eisenmann hat auf ihrer „Eisenmann will’s wissen Tour“ in Wurmberg haltgemacht. Die Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat sich in der Halle der Firma Omnibus Binder den Fragen interessierter Bürger gestellt. Philippe A. Singer, Landtagskandidat der CDU für den Enzkreis, begrüßte die Ministerin vor rund 90 Zuhörern, darunter auch Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply und sein Amtskollege Mario Weisbrich aus Wimsheim sowie der ehemalige Landtagsabgeordnete Winfried Scheuermann.

Eisenmann sparte gleich zu Beginn das Thema Corona nicht aus. „Dass die Zeiten seit März andere sind, das spüren wir“, stellte sie fest. „Wir werden auch noch ein bisschen Geduld haben müssen, weil die aktuellen Zahlen nicht beruhigen können.“ Sie berichtete weiter, dass sie später am Tag eine Kabinettssitzung zu diesem Thema haben werde. „Hätten Sie mir im Januar erzählt, dass wir im März alle Schulen und Kitas schließen, hätte ich Sie gefragt, auf welchem „Trip“ Sie sind“, merkte Eisenmann an.

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Sie warb um Verständnis, denn schließlich habe es für diese Situation keine Blaupause gegeben. „Das war auch für meine Mitarbeiter neu“, sagte sie aus Sicht der Kultusministerin. „Ich würde es für eine Fehler halten, wenn wir Schulen und Kitas erneut schließen.“ Deshalb plädierte sie dafür, sich im privaten Bereich an die Vorgaben zu halten und enge Kontakte zu meiden. Derzeit seien rund 700 von 67.500 Schulklassen in Quarantäne.

Schon vor Corona im Transformationsprozess

Sie sah aber auch den wirtschaftlichen Bereich vor großen Herausforderungen. „Es ist wichtig, die Strukturen zu erhalten“, sagte Eisenmann, nachdem sie unter anderem die Gastronomie angeführt hatte und auch, anlässlich des Gastgebers, auf Sondermittel für Busunternehmen hingewiesen hatte. „Dass wir in einem Transformationsprozess sind, wussten wir schon vor Corona“, sagte die Politikerin und führte als Beispiel den Automobilbereich an. „Jeder Arbeitsplatz hat sieben weitere, die davon abhängen.“

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