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Am Heimsheimer Weihnachtsmarkt schaut sich Evelyn Quass aus Flacht mit ihren Kindern Gaia (2 Jahre) und Demien (4 Jahre) Holzskulpturen an. Tilo Keller
11.12.2016

Auf Weihnachten eingestimmt: Märkte locken Besucher von Straubenhardt bis Heimsheim

Am Wochenende war die Region wieder geprägt von zahlreichen Weihnachtsmärkten. Die PZ hat sich umgeschaut.

Nach fünfjähriger Pause fand in Straubenhardt wieder ein Weihnachtsmarkt statt – erstmals in und um die Villa Kling. „Die Gemeinde ist froh, dass das Haus der Familie auf uns zugekommen ist“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Horst Reiser. Vorstand Jens Rüdiger hatte die Idee dazu: „Mir hat das schon lange gefehlt.“ An rund 20 Ständen gab es neben Kulinarischem auch Honig- und Ziegenprodukte, Gartenstecker sowie ein Keramikstübchen. Während die Kleinen in der Weihnachtsbäckerei von Benita Schleip, auf dem Karussell oder bei der Märchenerzählerin ihren Spaß hatten, vergnügten sich die Großen bei Feuerzangenbowle vom Bürgertreff zum gleichnamigen Kult-Film. Zudem gab es ein Bühnenprogramm mit der Musikschule König und dem Kindergarten Ottenhausen.

Bildergalerie: Weihnachtsmarkt in Straubenhardt gut besucht

Für Auge, Ohr und Gaumen hatte auch der Adventsmarkt rund um Schloss Neuenbürg viel zu bieten. 79 professionelle Kunsthandwerker, Hobbykünstler, Vereine und andere Einrichtungen boten ein eindrucksvolles Angebot, das von kostbarem Schmuck über gefilzte Schuhe und Krippenfiguren bis hin zu Tonskulpturen, Näh- und Naturarbeiten reichte. „Hier sind Menschen, die ihre eigenen, mit Liebe gemachten Sachen verkaufen“, zeigte sich Ursula Butscher-Zahn von dem Markt begeistert. Mit „G’rupfter Sau“, Crêpes und Glühmost kamen auch die Sofortgenießer auf ihre Kosten. Vor historischer Kulisse mit funkelndem Tannenbaum stimmten die Neuenbürger „Schlosskehlchen“, der Jazzchor Stuttgart und Projektchor von Siegrun Stütz sowie die Jagdhornbläser Pforzheim-Enzkreis auf Weihnachten ein. Kinder konnten im Torwärterhäuschen basteln oder sich bei der Eröffnung vom Nikolaus verwöhnen lassen.

Bildergalerie: Adventsmarkt lockt viele Menschen zum Neuenbürger Schloß

Paco und Pedro, die niedlichen Esel vom Barockreitzentrum Heimsheim, sind pünktlich zur Eröffnung des Heimsheimer Weihnachtsmarktes mit der Kutsche vorgefahren. Das Gefährt mit Bürgermeister Jürgen Troll und dem Weihnachtsmann wurde von Paulina Kirschner gelenkt. Die Ankunft des Bürgermeisters mit einer Kutsche hat seit der Gründung des Weihnachtsmarktes vor 32 Jahren Tradition. Eine Sammlung alter Bilder aus dem ersten Jahr erinnerte die Besucher an alte Zeiten. Gerade als das Gespann über den Weihnachtsmarkt zum Marktplatz kam, spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Thomas Hasenmeier auf. „Es ist wieder gelungen, einen Weihnachtsmarkt mit 46 Ständen zu organisieren“, freute sich Troll bei der Begrüßung und forderte die Besucher auf innezuhalten und die Weihnachtliche Stimmung aufzunehmen.

Bildergalerie: Weihnachtsmarkt in Heimsheim

Beim Weihnachtsmarkt Öschelbronn haben fröhliche Kinderstimmen für dichtes Gedränge unter dem Lindenbaum am Marktplatz gesorgt. Eltern, Geschwister und Großeltern reckten Kameras und Handys in die Höhe, um den Auftritt der Kinder von der Öschelbronner Grundschule festzuhalten. Die kleinen Sänger und die Cajon-Spieler von der Trommel-AG ernteten großen Applaus. Beim Gang über den kleinen aber feinen Weihnachtsmarkt der Öschelbronner Vereine lockte der Klang von Hammer und Amboss in die Alte Schöpf’sche Schmiede. Heiko Roller und Andreas Grüner vom Verein Alte Schmiede zeigten die schweißtreibende Arbeit am Schmiedefeuer. Schmiedeeiserne Tannenbäumchen, Kerzenständer und Schnecken zeigten, dass die Hobbyschmiede ihr Handwerk schon ganz gut beherrschen.

Bildergalerie: Weihnachtsarkt in Öschelbronn

Den heiteren Song vom „Winter Wonderland“ spielte beim elften Weihnachtsmarkt in Kieselbronn das Orchester des Musikvereins unter der Leitung von Uwe Weber zur Eröffnung mit Bürgermeister Heiko Faber. Doch immerhin pünktlich zum Marktbeginn hörte der Regen auf. Das erlaubte es den Besuchern, sich auf die Angebote der Vereine und Hobbyhandwerker zu konzentrieren. So konnte sich der besondere Charme des heimeligen Areals rund um die Stephanus-Kirche entfalten. Zum Augenschmaus gesellte sich eine Fülle von Wohlgerüchen. Denn der Weihnachtsmarkt hat einen klaren Akzent im Bereich des Kulinarischen. Erstmals war auch das evangelische Gemeindehaus ins Marktgeschehen einbezogen und bot Hobbyhandwerkern und einem Bücherflohmarkt Platz. Für Riesengaudi sorgten die Männer des „Freitagsturnens“, die mit Übungsleiter Wolfgang Wünsch an der Spitze und auf der Gitarre begleitet von Ludger Koytek Weihnachtslieder erklingen ließen. Faber würdigte Bernd Theilmann und Wolfgang Wünsch, auf deren Initiative der Kieselbronner Weihnachtsmarkt 2006 ins Leben gerufen wurde.