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Stecken schon voll in den Planungen für die Rassler-Sternwanderung 2017: Wanderleiter Bruno Kohl vom Alpenverein Pforzheim, Schmuckjubiläums-Chef Gerhard Baral sowie PZ-Redakteur und Enzkreis-extrem-Experte Sven Bernhagen (von links). Hier präsentieren sie unterm Rassler-Denkmal die historischen Routen aus den umliegenden Orten nach Pforzheim.   Seibel
Stecken schon voll in den Planungen für die Rassler-Sternwanderung 2017: Wanderleiter Bruno Kohl vom Alpenverein Pforzheim, Schmuckjubiläums-Chef Gerhard Baral sowie PZ-Redakteur und Enzkreis-extrem-Experte Sven Bernhagen (von links). Hier präsentieren sie unterm Rassler-Denkmal die historischen Routen aus den umliegenden Orten nach Pforzheim. Seibel
11.11.2016

Auf den Spuren der Rassler - Sternwanderung im kommenden Juli mit 1000 Teilnehmern geplant

Aus dem ganzen Enzkreis sollen die Wanderer am Sonntag, 9. Juli kommenden Jahres, nach Pforzheim strömen – so wie einst die Rassler.

Bis zu sechs Stunden täglich pendelten die Goldschmiedearbeiter Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts zu Fuß aus dem Umland nach Pforzheim, um zu ihrer Arbeit in der Schmuckindustrie zu kommen. Das Klappern ihrer Nagelschuhe auf dem Kopfsteinpflaster brachte ihnen den Spitznamen Rassler ein.

Den historischen Wegen von damals folgt nun die Sternwanderung anlässlich des Jubiläums „250 Jahre Goldstadt Pforzheim“ am 9. Juli in Kooperation mit der „Pforzheimer Zeitung“. „Wir wollen an diesem Tag mindestens 20 Gruppen mit je etwa 50 Teilnehmern auf die Beine bringen“, sagt Cheforganisator Gerhard Baral. Ziel ist der Pforzheimer Stadtgarten, wo beim Schmuckmuseum ein großes Bürgerfest gefeiert wird. In einer ersten Phase können sich für die Sternwanderung ab sofort bis 10. Dezember Gruppen anmelden, die aus ihrem Ort eine eigene Route zum Abschlussfest anbieten und wandern wollen. Die Wanderungen sollten etwa drei Stunden lang sein und morgens starten, so dass alle Gruppen gegen 13 Uhr gemeinsam ins Ziel kommen. Möglich ist auch, dass sich Gruppen unterwegs zusammenschließen und gemeinsam nach Pforzheim kommen. Interesse gezeigt haben bereits Gruppen aus Huchenfeld, Hohenwart und Büchenbronn, aber auch aus Neuhausen, Sternenfels, Mühlacker, Engelsbrand oder Schömberg.

Angesprochen sind dabei nicht nur reine Wandervereine, sondern auch Musik-, Obst- und Gartenbau- oder Sportvereine, deren Mitglieder gerne wandern, ebenso wie Firmen- oder Freizeitgruppen.

Aus ausgewählten Orten, an denen sich keine Gruppen finden, die eine Wanderung organisieren, soll die Sternwanderung in einem zweiten Schritt mit Touren unter der Führung von Wanderleitern des Schwarzwaldvereins, des Schwäbischen Albvereins oder des Alpenvereins und in Begleitung von Rot-Kreuz-Helfern aus den DRK-Ortsverbänden ergänzt werden, zu denen sich dann einzelne Wanderer oder kleinere Gruppen anmelden können. Im Frühjahr werden sämtliche Routen und Startorte zum Beginn der Anmeldephase dann in der PZ vorgestellt. Die Teilnehmergebühr liegt bei zehn Euro. Dafür bekommen die Wanderer aber auch eine ganze Menge geboten: So gibt’s im Ziel für die hungrigen Mägen eine schmackhafte, reichhaltige Suppe und für die durstigen Kehlen ein Freigetränk von Teinacher. Mit inbegriffen ist auch das komplette musikalische Rahmenprogramm und eine Führung durchs Schmuckmuseum, die normalerweise allein schon mit acht Euro zu Buche schlägt. Und im Anschluss – wenn’s nach Wanderung und Fest mit Bus und Bahn wieder nach Hause geht – gilt das Ticket im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) als Freifahrschein.

Anmeldung von Gruppen mit Streckenvorschlägen für die Rassler-Sternwanderung am 9. Juli 2017 unter Telefon (07231) 393932 oder per E-Mail an rassler@goldstadt250.de. Weitere Infos und das Anmeldeformular zum herunterladen und ausdrucken unter www.goldstadt250.de/rassler