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Nach ihrer eigenen Lebensgeschichte bringt die Kapfenhardterin Isabelle Müller nun mit „Loan“ die packende Biografie ihrer Mutter auf den Markt. Foto: Seibel
Nach ihrer eigenen Lebensgeschichte bringt die Kapfenhardterin Isabelle Müller nun mit „Loan“ die packende Biografie ihrer Mutter auf den Markt. Foto: Seibel
02.09.2015

Auf den Spuren einer starken Frau: Isabelle Müller veröffentlicht Lebensweg ihrer vietnamesischen Mutter

Unterreichenbach-Kapfenhardt. Mit ihrer Autobiografie „Phönix Tochter“ gelang Isabelle Müller 2009 der Durchbruch. Der Lebens- und Leidensweg der gebürtigen Französin, die heute in Kapfenhardt zu Hause ist, brachte der Autorin Dutzende Lesungen in ganz Deutschland ein – führte sie in zahlreiche Talkshows und sogar ins Schloss Bellevue zu Bundespräsident Joachim Gauck. Mit „Loan – aus dem Leben eines Phönix“ erzählt sie nun die Geschichte einer anderen starken Frau: die ihrer vietnamesischen Mutter. Eine Geschichte, die Müller schon immer zu Papier bringen wollte.

„Es ist der Lebensweg einer Zivilistin, ein Anti-Kriegsbuch“, bringt Müller den Kern ihres neuen Werks auf den Punkt. Dabei ziehen sich politische und militärische Auseinandersetzungen wie ein roter Faden durch die Story. Immer mittendrin Müllers Mutter Loan: als Dau-Thi-Cuc 1929 in Vietnam geboren und aufgewachsen, als spätere Frau eines französischen Soldaten nach der Niederlage der Kolonialherren bei Dien Bien Phu mit in dessen Heimatland ausgewandert und später in den 1960er-Jahren in Algerien einen weiteren Kolonialkrieg der „Grande Nation“ hautnah miterlebt.

Die Geschichte der Zivilistin Loan erzählt anfangs von den Schattenseiten des Lebens in Vietnam, weit vor dem Eingreifen der USA in den Konflikt. Mit zwölf Jahren muss sich die Vietnamesin vor einer Zwangsheirat retten. Sie macht sich aus dem Staub, zieht durchs Land und verdient sich ihren Unterhalt unter anderem am Theater oder auf Teeplantagen. Als die Kommunisten in ihr Dorf einrücken und mit dem abgetrennten Kopf des Bäckers Fußball spielen, kehrt die junge Frau dem „Unrechtsregime“ den Rücken und geht mit einem französischen Soldaten – ihrem späteren Ehemann – nach Frankreich.

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